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Hechtsprünge fürs Team: Burchert hielt Fürth im Spiel

Trotz Aussetzer: Der Kleeblatt-Torwart überzeugt auch gegen Regensburg - 09.10.2018 16:02 Uhr

Aus kurzer Distanz kaum überwindbar: Sascha Burchert brachte Regensburgs Sargis Adamyan zum Verzweifeln. © Sportfoto Zink / DaMa


Probleme über eigene Fehler zu sprechen, hat Sascha Burchert keine. Als 28 Jahre alter Torwart hat er genug erlebt, um sie gelassen nehmen zu können. Nach dem Spiel gegen Jahn Regensburg darauf angesprochen, warum er SSV-Stürmer Argis Adamyan in der 55. Minute so freundlich in den Fuß gespielt hatte, sagte der Berliner: "Ich hatte zu viel Zeit und wollte die spielerische Lösung wählen statt den Ball einfach nach vorne zu schießen."

Aber vielleicht konnte Burchert auch deshalb so locker darüber sprechen, weil er den Lapsus sofort wieder gut machte. Mit einem Hechtsprung klärte er – unterstützt von Linksverteidiger Maximilian Wittek – noch zur Ecke, Adamyan ging leer aus.

Zuvor war Burchert für sein Team wie schon in der gesamten Saison ein sicherer Rückhalt gewesen – und hielt die Fürther vor allem in der ersten Halbzeit im Spiel, indem er auch Fehler seiner Vorderleute ausbügelte. In der elften Minute machte er gegen Albion Vrenezi und den Nachschuss von Adamyan gleich zweimal das Kleeblatt-Tor dicht, nach einer halben Stunde stellte er einem Schuss des armenischen Jahn-Stürmers aus kurzer Distanz einen Fuß in den Weg. Und wenn Burchert nicht klärte, warf sich Innenverteidiger Mario Maloca in die gegnerischen Schüsse.

Parker sorgt für Belebung

Mit drei Siegen in Folge war Regensburg mit viel Selbstbewusstsein nach Fürth gekommen und nutzte die Lücken, die das Kleeblatt ließ. "Mir hat nicht gefallen, dass wir nicht das gemacht haben, was wir uns vorgenommen haben. Die Abstände in der ersten Halbzeit waren zu groß und so hatte Regensburg immer wieder Chancen", bemängelte Fürths Trainer Damir Buric.

Das änderte sich nach der Pause, der Kroate brachte Stürmer Shawn Parker für den bis dahin weitgehend wirkungslosen Fabian Reese. Der Neuzugang aus Augsburg sorgte in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit für Belebung. Sowohl durch die nun deutlich effektiver laufenden Angriffe als auch durch eine konsequentere Besetzung der Räume schafften es die Fürther besser, die Oberpfälzer vom Strafraum fernzuhalten.

"Marco trainiert super"

Ein Gegentor musste Burchert in der 75. Minute trotzdem hinnehmen, die gesamte Defensive wirkte dabei nicht ganz auf der Höhe. Dass der Mannschaft vor der Länderspielpause die Frische fehlte, glaubte Burchert aber nicht: "Wir sind gut in der Saison, wir sind gut in den Spielen. Ich weiß nicht, ob uns die Körner fehlen, es war einfach im Vorfeld ein schlecht ausgespielter Konter."

Überrascht war durchaus auch Burchert, dass er auf dem Rasen erneut den auf der Bank sitzenden Marco Caligiuri als Kapitän vertrat. Dass das in dieser Saison ein Dauerzustand werden könnte, glaubt er aber nicht: "Marco trainiert super. Er führt die Mannschaft nach wie vor jeden Tag im Training und lässt sich gar nichts anmerken. Er wird bald spielen, hoffe ich." 

Alexander Pfaehler E-Mail

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