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Herrliches Gebräu bei den musischen Wochen

Zweiter Abend ging über die Bühne - 15.07.2018 12:00 Uhr

Wohl bekomm’s: Mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule Kirchenplatz ging es in den Räuberwald. © Foto: Marcus Weier


Nach den beiden "Senioren" aus der Muppet Show am ersten Abend führte nun ein Theatersanitäter mit zwei kessen Assistentinnen von der Grund- und Mittelschule Schwabacher Straße durchs Programm. Vorsichtshalber erkundigte er sich, ob ein Orthopäde im Saal sei.

Mit dem musikalischen Potpourri "Viel Spaß mit Hip und Hop" eröffneten die dritten und vierten Klassen der Grundschule J.-F.-Kennedy-Straße den bunten Reigen — Musik auf selbstgemachten Instrumenten, Gesang und Bewegung unter dem Motto "Never stop city step – Schule ist top" und ein tolles Schlussbild. Wie überhaupt von Anfang bis Ende der Aufwand für Kostüme, Bühnenbild, Choreografie und Koordination der Gruppenszenen bewundernswert war.

The King is back

Mit einer perfekten Show und viel Spielfreude entführte die Grundschule Kirchenplatz in den Räuberwald, wo zwei Solistinnen am Mikrofon ihre Kommentare abgaben. Und dann schon der erste Glanzpunkt, "The King is back", eine HipHop-Show der Mittelschule Kiderlinstraße mit einem grandiosen Michael Jackson im Mittelpunkt und starken Tanzszenen – frenetischer Beifall im ausverkauften Haus. Zur Beruhigung folgten von der Musikklasse der gleichen Schule Instrumentalmusik und Gesang mit einem stattlichen Orchester aus Orff-Instrumenten, Gitarren, Keyboard, E-Bass und Schlagzeug. Energiegeladene, aber auch gefühlvolle Nummern und eine vollendete La-Ola-Verbeugung geleiteten in die Pause.

Der Bauer ist sauer, dass die bösen Krähen seine Kirschen fressen: In die Welt des Musiktheaters ging es mit "Eine Vogelscheuche, ein Spatz und ein Wunsch". Theater-AG, Chor und Orffgruppe der Grund- und Mittelschule Pestalozzistraße beeindruckten mit gelungenen Sprechszenen, natürlichem Spiel und Liedern der großen Krähenschar in schönem Outfit. Und mit dem Schlusslied "Lasst uns alle Freunde sein" wurde doch noch alles wieder gut.

In die Altstadt von Havanna entführten die Fünftklässler der "Pesta". Mit immensem Kulissen-Aufwand zauberten sie Karibikflair auf die Bühne – da erwachte doch glatt schon die Urlaubssehnsucht. Und noch einmal HipHop, diesmal mit den rhythmisch sehr versierten Achtklässlern der Mittelschule Kiderlinstraße. An Akrobatik grenzte, was die beiden Solisten da vorführten. Ob sie womöglich schon von einer steilen Tänzer-Karriere träumen?

Eine auch optisch faszinierende Darbietung auf hohem Niveau, voller Anmut und Grazie war der "Bändertanz" von fünf Mädchen der Hans-Böckler-Realschule — mit Lichteffekten, die die geschminkten Gesichter in Masken verwandelten.

Ein gewagtes Unterfangen, das allerdings voll und ganz aufging: Mit "klassischer" Musik als völlig neuem Genre endete die Musische Woche 2018, endete zugleich ein langer, aber bunter Abend. Das Trio Palpable von der Musikschule Fürth spielte unter der Leitung von Irene von Fritsch, der Cellistin des Elisen Quartetts, Antonin DvoÝáks "Dumky"-Klaviertrio. Zurecht begeisterter Beifall für Anna-Luisa Römling (Violine), Johannes Bühler (Violoncello) und Pianist Marius Paul. Um die musische Zukunft des Fürther Nachwuchses muss einem jedenfalls nicht bange sein.  

Günter Greb

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