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Auf Seehofers Besuchsprogramm standen neben der Besichtigung der Cadolzburg noch Stippvisiten bei Playmobil in Zirndorf und im Awo-Pflegeheim in Roßtal. Auch für das Kooperationsmodell der Langenzenner Mittel- und Realschule interessierte sich die Delegation aus München. „Lässt sich denn eine Zusammenlegung von Real- und Mittelschulen überhaupt erzwingen?“, wollte Seehofer von den beiden Schulleitern, Angelika Roth und Udo Sponsel, wissen. Aufgrund der unterschiedlichen Konzepte — Klasslehrer hier, Fachlehrer dort — eher nein, urteilten die beiden Pädagogen und sprachen sich damit gegen eine wie auch immer geartete Gesamtschule aus. In Langenzenn kooperieren beide Schularten aber mit gutem Erfolg, versicherten sie dem Ministerpräsidenten.
Dass der Schuh noch an einigen anderen Stellen drückt, bekam Seehofer– mit der Bitte um Abhilfe – ebenso zu hören. „Wir brauchen mehr Schulsozialarbeiter“, forderte Landrat Matthias Dießl. Von den zusätzlich eingestellten Fachkräften profitiere der Landkreis nicht, weil er die Förderkriterien nicht erfülle. „Das schauen wir uns noch einmal an“, versprach Seehofer immerhin. Keine Reaktion — zumindest öffentlich — gab es vom bayerischen Regierungschef allerdings auf die Bitte von Langenzenns Bürgermeister Jürgen Habel, sich für die eine Kooperation des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums mit einer neuen Fachoberschule einzusetzen.
Geradezu als einen „Wohlfühl-Besuch“ bezeichnete Seehofer seinen Abstecher zur Cadolzburg: „Hier stellt mir endlich mal keiner Forderungen.“ Kein Wunder, hat der Freistaat doch erst im Frühjahr dieses Jahres fünf Millionen Euro zugesagt, um die Sanierung des historischen Gebäudes fortsetzen zu können.




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