Dienstag, 13.11.2018

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Hubboden im Langenzenner Bad braucht Stützen

Schon wieder muss Geld ins marode Hallenbad gesteckt werden - 15.09.2018 21:00 Uhr

Erneut ist ein finanzieller Rettungsring nötig: Das Langenzenner Hallenbad ist fast 42 Jahre alt, für viele Reparaturen gibt es keine Ersatzteile mehr. © Foto: Horst Linke


Die Stadträte waren in ihrer Sitzung vorgestern Abend alles andere als begeistert von der Tatsache, dass erneut viel Geld ins alte Bad gesteckt werden muss. Doch es gibt offenbar keine Alternative. Während der jährlichen Wartung hatte eine Firma festgestellt, dass ein Defekt am Aggregat des Hubbodens verhindert, dass er im trockenen Zustand nach oben gefahren werden kann. Eine Reparatur ist unmöglich, weil die Ersatzteile nicht mehr zu beschaffen sind.

Mehrere Varianten wurden geprüft, erläuterte Gudrun Zessinger, die Leiterin des Hauptamts im Rathaus. Doch der Hubboden lässt sich maschinell nicht mehr bewegen und muss mit einem Unterbau auf eine feste Wasserhöhe eingestellt werden. Vereine, Volkshochschule und Schulen plädieren für 90 Zentimeter. Nächste Woche soll die Abstützung montiert werden; die früheste Wiederöffnung des Bades kommt ab 8. Oktober in Frage.

Die Baumaßnahme ist erforderlich, um das Hallenbad überhaupt noch betreiben zu können. Nur so kann die Sicherheit gewährleistet werden. Der Hubboden sorgt für die Wasserhöhe auch für Nichtschwimmer. Die Kosten wurden auf 11 000 bis 14 000 Euro geschätzt, teilte Bürgermeister Jürgen Habel mit. Doch ein gänzlich neuer Hubboden sei keine Alternative, denn er würde 60 000 Euro verschlingen.

Die neue teure Reparatur habe in der SPD-Fraktion die Diskussion nochmals befeuert, ob man nicht das alte Bad an derselben Stelle ersetzen solle statt am neuen Standort "Gauchsmühle" zu bauen. Diese Diskussion fanden die anderen Gruppierungen müßig, zumal auch eine Sanierung eine zweijährige Schließung des Bades und entsprechende Einnahmeausfälle bedeuten würde, wie Grünen-Stadtrat Bernhard Heeren sagte.

Kein AOK-Sprechtag mehr

Rotes Licht gibt es nun auch endgültig für die zuletzt monatliche AOK-Sprechstunde im Rathaus: Der Bedarf ist offensichtlich nicht mehr gegeben und der Aufwand finanziell nicht länger tragbar, so die Krankenkasse. Sie hatte den damals noch wöchentlichen Sprechtag schon zum 1. Februar einstellen wollen, doch der Stadtrat und der Seniorenrat hatten interveniert.

Nun hat sich gezeigt, dass auch die monatliche Sprechstunde kaum mehr angenommen wird. Der Seniorenrat hat dies akzeptiert, hieß es in der Stadtratssitzung. 

Hans Peter Reitzner

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