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Im Herbst tragen alle Erstklässler Gelb

Sicherheitsmützen und -westen sollen die Kinder auf dem Weg zur Schule schützen - 18.09.2014 11:00 Uhr

Nach den gelben Mützen gab es für die Erstklässler der Farrnbachschule auch noch gelbe Sicherheitswesten. Michael Jordan (links) vom AMC Zirndorf hofft, dass sie nicht so schnell im Schrank verschwinden. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Reißenden Absatz fanden die Käppis bei den Neuankömmlingen in der Zirndorfer Diesterwegschule. Die meisten Beschenkten probierten die Kopfbedeckung, die die Sparkasse und die infra gesponsert haben, gleich aus. Ginge es nach Verkehrswacht-Chef Christoph Maier und den Verkehrserziehern des Landkreises, Bernd Klaski und Markus Dieret, dann würden die Kinder die Schirmmützen in den kommenden Wochen jeden Tag tragen. Zumindest auf dem Schulweg. Dort sollen sie Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass die Erstklässler auch im Straßenverkehr noch Anfänger und auf Rücksicht angewiesen sind.

Damit die Käppis nicht schon am zweiten Schultag in den Büchertaschen verschwinden, setzt Klaski auf die Lehrer und Eltern. Sie haben es in der Hand, die Kleinen für die Mützen zu begeistern.

Für den Verkehrserzieher war der Auftritt in Zirndorf der Auftakt für die Aktion „Sicher zur Schule, sicher nach Hause“: 2200 Schirmmützen werden dabei in Stadt und Landkreis verteilt. Klaski und sein Kollege gehen nun auch an andere Grundschulen, um die Erstklässler fit für ihren Schulweg zu machen. Unterstützung bekamen sie gestern von den Mädchen und Jungen aus den zweiten Klassen der Diesterwegschule: Singend informierten sie die Erstklässler, welche Farben sich für die Straße besonders gut eignen, nämlich Gelb und Rot — und dass Braun und Grau eher schlecht zu erkennen sind.

Den Schulweg eingeübt hat auch der sechsjährige Leopold mit seiner Mutter Meike Hanneforth. „Wir wohnen ganz nah, deshalb kennt er den Weg schon sehr gut“, sagt sie. In den nächsten Tagen wird sie freilich trotzdem mit ihm zur Schule laufen. „Ein großer Schritt für uns beide wird sein, wenn Leopold irgendwann ganz alleine zur Schule geht.“

Damit er und seine Mitschüler dann sicher über die Straße kommen, appelliert Christoph Maier an die Eltern, sich als Schulweghelfer zu betätigen. Sein zweiter Wunsch: „Bitte bringen Sie ihr Kind nur im Ausnahmefall mit dem Auto.“ Die vielen Autos seien eine Gefahr für die Kinder und behinderten außerdem den Schulbus.

Dieselbe Bitte äußerte in Fürth Michael Jordan vom 1. Automobil- und Motorradclub (AMC) Zirndorf vor Eltern in der Farrnbachschule. Der Ortsverband beteiligt sich seit Jahren an der bundesweiten Aktion des ADAC, bei der Sicherheitswesten verteilt werden. Auch in Stadt und Landkreis werden etliche Schulen mit den Westen ausgestattet.

Jordan musste die Kinder nicht lange bitten, zuzugreifen. Doch auch er weiß, dass ihnen nach den ersten Tagen oft die Geduld fehlt, sich neben Jacke und Büchertasche auch um die Weste zu kümmern. Er empfiehlt, die Weste dann wenigstens an der Büchertasche zu befestigen: So leuchten die Kinder weiter. 

Gwendolyn Kuhn/Claudia Ziob

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