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In den Ferien werden Eltern nervös

Der Mangel an Betreuungsangeboten für Kinder bringt die Stadt in Zugzwang - 02.04.2014 21:00 Uhr

Zur Ferienbetreuung in der Kleeblattstadt gehören auch die Angebote des Fürther Bündnisses für Familien – hier ein Kreativprogramm im Pavillon der König-Ludwig-Qelle in der Uferstadt. © Armin Leberzammer


Gleich mehrere Organisationen kümmern sich in den Ferien in Fürth um die Schüler. Neben städtischen Kräften, die an der Stadelner Grundschule eingesetzt werden, sind es Mitarbeiter der Kinderarche an der Pestalozzischule, die Freie Christengemeinde in der Südstadt, die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration an der Farrnbachschule und das von Firmen unterstützte Fürther Bündnis für Familien in der Innenstadt.

All diese Angebote sind voll ausgelastet. Gerade im Stadtteil Eigenes Heim und auf der Schwand wird die Lage zunehmend angespannter. Denn im Zuge von Wohnbauaktivitäten – wie die des Evangelischen Siedlungswerks in den von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft übernommenen Wohnblocks – floriert der Zuzug. Zum anderen zeichnet sich im städtischen Kinderhort der Friedrich-Eber-Schule ein Engpass ab, weil zwei der vier Gruppenräume ab August von der Diakonie benötigt werden.

Zum Ausgleich hat die Stadt den Aufbau einer Ganztagseinrichtung auf einem Teil des Pausenhofs der Ebertschule in Angriff genommen. Hier können ab Beginn des nächsten Schuljahrs auch Hortkinder betreut werden – allerdings nur während der Schulzeit und nicht in den Ferien. Diese Lücke soll nun geschlossen werden. Der städtische Schulausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für eine Ferienbetreuung in den neuen Räumen signalisiert. Ein Kooperationspartner wird noch gesucht.

Mit 10000 Euro pro Schuljahr bezuschusst die Stadt das Projekt. Aber auch die Eltern werden zur Kasse gebeten. 250 Euro müssen sie bislang für den acht Wochen lang im Schuljahr angebotenen Service zahlen. Auf Wunsch der Träger wird dieser Gebührensatz ab dem nächsten Schuljahr auf 275 Euro erhöht. Die Verpflegung kostet extra.

Wer die Betreuung, werktags von 8 bis 16.30 Uhr nicht die kompletten acht Wochen in Anspruch nehmen will, kann auch kürzere Zeiträume buchen. Allerdings stehen dafür nur Restplätze zur Verfügung. „Pauschalbucher haben Vorrang“, erläutert Schulbürgermeister Markus Braun. Für ihn ist es nur konsequent, wenn die neuen Räume für Ganztagsklassen auch in den Ferien genutzt werden. 

Volker Dittmar

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