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Den Grund für die Zurückhaltung vermutet Ilse Arndt, Koordinatorin für das Fürther Debattenprojekt, in den gedrängten Lehr- und Stundenplänen. Die Schulleitung in Fürth begrüßt es durchaus, wenn sich die Schüler zahlreich an diesem Projekt beteiligen. Den Nutzen erläutert Arndt mit den Worten: „Wer eine Debatte souverän mitgestalten kann, der kann sich auch bei einem Bewerbungsgespräch oder in einem Assessment behaupten.“
Mittlerweile führen Arndt und eine ganze Reihe ihrer Fachkollegen in ihren zwölften Klassen auch gerne eine mündliche Debatten-Schulaufgabe durch. Die Ergebnisse seien nicht unbedingt besser, erläutert Arndt, aber die Talente und Fähigkeiten der Schüler kämen umfassender zur Geltung und würden vielfältiger gefördert als bei schriftlichen Prüfungsaufgaben.
Als besonders erfreulich für den Schulwettbewerb stuft es Arndt ein, dass sich in diesem Jahr bereits vier Debattanten-Gruppen mit jeweils vier Schülerinnen und Schüler, die zu zweit die Pro- bzw. die Contra-Position zu einem Streitthema vertreten, gefunden haben.
In den beiden Vorrunden hatten die Schüler dieses Mal die Fragestellungen „Soll auch in Deutschland eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahranfänger eingeführt werden?“ und „Soll Darstellendes Spiel als Pflichtfach eingeführt werden?“ zu debattieren. In der Finalrunde ging es gar um die reichlich knifflige Frage, ob Jungen und Mädchen in bestimmten Fächern getrennt voneinander unterrichtet werden sollten.
Nur wenige Tage hatten die Debattanten vor dem Wettbewerb Zeit, sich mit den Themen zu befassen. Die Teilnehmer-Konstellation je Debattier-Gruppe und die in der Debatte zu vertretende Position wurde den Teilnehmern gar erst am Wettbewerbstag zugelost.
Wer dann bei den Debattenrunden kühlen Kopf bewahrt, sachlich argumentiert und die Jury mit Inhalten, Performance und Gesprächskultur überzeugen kann, der steht am Ende zu Recht auf dem Siegerpodest. In der Max-Grundig-Schule waren das die Schülerinnen Patricia Hilpert, Luisa Fleischmann Elisa Dörner und Lisa-Marie Korsistka. Mit klugen Argumenten haben sich die die jungen Frauen durchgesetzt. Die Erst- und Zweitplatzierte vertreten die Schule nun beim Regionalentscheid.



