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Interesse für die Stadt geweckt

Das Projekt „Echt Fürth“ ermuntert junge Leute zum kommunalen Engagement - 04.04.2013 16:00 Uhr

Beim ersten „Wortwechsel“ des Projekts „Echt Fürth“ diskutierte Bürgermeister Markus Braun mit Jugendlichenfn/ © privat


Was sich Jugendliche in Fürth wünschen, war Thema des „Wortwechsels“ im Zett 9. Bürgermeister Markus Braun, Sozialreferentin Elisabeth Reichert und Stadträte wurden dabei mit Forderungen nach Flächen für legale Graffitikunst, einer überdachten Skaterbahn oder einer Verlängerung der Öffnungszeiten des Jugendtreffs konfrontiert. Themengruppen arbeiteten anschließend an der Umsetzung. Zwischendurch spielte die Band „4 Lucky Charms“ auf und es wurde getanzt. Bis zum nächsten „Wortwechsel“ im Oktober wollen sich nun alle Beteiligten weiter für die Verwirklichung ihrer Ideen einsetzen.

In der Rolle von Radioreportern wollen Mark Parmer (v.li.) , Gabriele Felker, Ilenia Marina und Celine Neumann von Mitschüler Jesse Chambless wissen, warum sich Jugendliche oft so wenig engagieren. © Seilkopf


An der städtischen Hans-Böckler-Schule stellten sich 46 Neunt- und Zehntklässler der Aufgabe, ihre Einstellung zu Fürth zu hinterfragen. Dazu dienten Video- und Radiobeiträge. „Warum glaubst du, dass sich so wenige Jugendliche für Politik einsetzen?“, erkundigten sich beispielsweise die Radioreporter Mark Parmer, Gabriele Felker, Ilenia Marina, Celine Neumann und ihre Gruppe bei ihren Mitschülern. „Weil sie einfach kein Interesse daran haben und lieber andere Sachen machen“, antwortete Jesse Chambless spontan.

Um gegen dieses Desinteresse etwas zu tun, waren wiederum Fürther Stadträte eingeladen worden, auch hier mit den Jugendlichen in Dialog zu treten. Vorschläge wurden notiert, wie die Kleeblattstadt für Jugendliche schöner werden könnte. Dazu gehörten: mehr Sauberkeit an öffentlichen Plätzen, bessere Verkehrswege mit weniger Einbahnstraßen und mehr Veranstaltungen. Alexandra (16) und Jessica (18) hatten die Stichworte „Parkanlage/Einkaufsmöglichkeiten“ als ihre Vorschläge für ein besseres Fürth aufgeschrieben.

In einem Workshop von Student Florian Seidel wurden die Wünsche der Jugendlichen kreativ umgesetzt in Form von Comics. „Meine Stadt soll...werden“, lautete die Vorgabe, „freundlich“, „aktiv“, „kreativ“, „moderner“ und „bunt“ die Antworten der Jugendlichen. Die auf elektronischem Weg in Comics darzustellen, erwies sich als gar nicht so einfach. Die Schüler mussten zunächst Drehbücher entwickeln und anschließend diskutieren, wie man die Gedanken in Form von Zeichnungen oder mit Hilfe unterschiedlicher Apps am Tablet-PC bestmöglich präzisiert. 

Maßgeblich mit organisiert hatte den Aktionstag Silvia Scherer-Pfaffenberger, Sozialkundelehrerin an der Wirtschaftsschule. Sie unterrichtet auch Politik und Zeitgeschichte als freiwilliges Wahlfach und versucht, Jugendliche an Politik heranzuführen. „Dieses Projekt ist vom Stadtjugendring fantastisch durchdacht und organisiert“, lobte sie. Das Team leiste tolle Arbeit, „alles klappt wie am Schnürchen“, so die Lehrerin. 

Das zehnköpfige Team des Stadtjugendrings will nach der gelungenen Auftaktaktion an der Böckler-Schule an zwei weiteren Fürther Schulen einen solchen Aktionstag durchführen. Dann soll es einen Schultag lang auch an einer Grund- und Mittelschule sowie an einem Fürther Gymnasium darum gehen, junge Menschen mehr für Politik und vor allem konkret für das Geschehen in Fürth zu interessieren.

Die Inhalte und Ergebnisse des Aktionstages sollen in Kürze auf www.echt-fuerth.de abrufbar sein.

  

Antje Seilkopf

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