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Diesmal konnten sich die Veranstalter der „Franken Challenge“, wie das Turnier seit dem Rückzug von Hauptsponsorin Madeleine Schickedanz heißt, schon frühzeitig auf das Wesentliche konzentrieren: die Suche nach spannenden Spielern für die Partien auf den Sandplätzen in Dambach.
Musste man im Vorjahr noch wegen geringer Sponsoren-Beteiligung lange um das Fürther Traditions-Turnier bangen und die Verantwortlichen das Preisgeld von 75000 auf 50000 Dollar herunterschrauben, war die Austragung des ATP-Turniers diesmal „relativ früh“ gesichert, wie Fred Hübner, Vorsitzender des Dambacher Tennisclubs, bei der Vorstellung des diesjährigen Teilnehmerfelds erleichtert feststellte.
Drei neue Sponsoren kamen hinzu, die langjährigen Partner blieben erhalten, mit einigen konnten auch längerfristige Vereinbarungen getroffen werden. „Einen Automatismus gibt es aber nach wie vor nicht“, betonte Hübner. Auch im kommenden Jahr wird sich die Frage nach der Finanzierung stellen.
Es sind deshalb kleine Schritte, mit denen sich das Turnier entwickelt. Erstmals werden in diesem Jahr zum Beispiel die besten Begegnungen im Internet übertragen — „wir werden familiär professioneller“, wie es Hübner ausdrückte.
Und genau diese familiäre Atmosphäre ist auch der Grund, warum viele Tennisprofis den Weg nach Dambach finden, obwohl die Veranstalter keine großen Preisgelder zahlen können.
Manche Spieler gehören da fast schon zum Inventar: Der Deggendorfer Daniel Brands zum Beispiel, aktuell die Nummer 105 der Weltrangliste, war schon mehrmals hier, genau wie Michael Russell, ehemaliger Top- 60-Spieler aus den USA, und auch der Publikumsliebling und Vorjahressieger Joao Sousa aus Portugal kehrt wieder auf die Sandplatz-Anlage des TV Fürth zurück.
„Wir sind stolz darauf, in diesem Jahr ein wirklich internationales Turnier veranstalten zu können“, freut sich Pressereferentin Natalie Schwägerl mit Blick auf das Teilnehmerfeld. Spieler aus 17 Nationen haben sich angekündigt; die weiteste Anreise hat dabei der Australier James Duckworth, die kürzeste der 17-jährige Maximilian Marterer, der seit seinem sechsten Lebensjahr bei den Dambachern spielt — zuletzt immer erfolgreicher.
Die ganz großen Namen bleiben natürlich auch in diesem Jahr aus, schließlich kämpft die Tenniselite parallel zum Turnier in Fürth auf den Sandplätzen in Paris um den Grand- Slam-Sieg bei den French Open. Aber zu „großen Namen“ wurden viele Spieler, die in Fürth zu Gast waren, ja sowieso erst später — Michael Stich zum Beispiel oder Gustavo Kuerten.
Auch Sergiy Stakhovsky könnte noch mal so einer werden. Zuletzt ist der Ukrainer auf Platz 81 der Weltrangliste zurückgefallen, zuvor hatte er sich bereits auf Platz 31 hochgekämpft. Scheidet er „rechtzeitig“, also spätestens in der dritten Runde in Paris aus, wird man ihn ab dem 5. Juni in Dambach erleben können — zwei Tage zuvor beginnt bereits die Qualifikation.




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