Dienstag, 20.11.2018

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Keidenzell: Wasserqualität im Naturbad passt

Drohende Schließung konnte doch abgewendet werden - 17.06.2018 16:00 Uhr

Die Schließung des Naturbads in Keidenzell konnte abgewendet werden. © Athina Tsimplostefanaki


Der sogenannte Kleinbadeteich mit biologischer Aufbereitung steht den Badegästen wieder kostenlos zur Verfügung: Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 20 Uhr; Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr; Montag und Dienstag ist geschlossen.

Ob das 31 mal 10,50 Meter große Sportbecken in dieser Saison überhaupt wieder geöffnet werden konnte, war monatelang unklar. Hintergrund: Auch der Betrieb eines solchen Naturbades ist, wie berichtet, nicht mehr ohne professionelle Aufsicht mit Rettungsschwimmer-Qualifikation zulässig, damit Unfälle vermieden werden können. Dies ist eine Konsequenz aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 23. November 2017.

Die Stadtwerke, zuständig für die Bäder, hatten dafür plädiert, die Keidenzeller Einrichtung heuer nicht zu öffnen. Doch die Stadträte stimmten dem Ansinnen nicht zu. Tatsächlich ist es gelungen, mehrere Aufsichtspersonen, darunter Ehrenamtliche der Wasserwacht und Studenten, gegen eine Aufwandsentschädigung für die Tätigkeit zu gewinnen.

Und die Dorfgemeinschaft hielt zusammen: Sie griff zur Selbsthilfe und reinigte das Bad von Algen und den Spuren des Winters. Auch dadurch sei der Betrieb erst wieder möglich geworden, lobt Richard Brand, der geschäftsleitende Beamte im Langenzenner Rathaus, im Gespräch mit den FN.

Allerdings muss die Wasserqualität ständig kontrolliert werden. Bei einer Wassertiefe von einem bis 1,60 Meter ermöglicht das Becken ganzjährig chlorfreien Badespaß. Mikroorganismen in den Wurzeln der Wasserpflanzen in Schwimm- und Aufbereitungsbecken, durch welches das Badewasser gepumpt wird, ersetzen die sonst zur Reinigung üblichen chemischen Zusätze. Doch auch während der Badesaison kann es nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes zu vorübergehenden Schließungen kommen, wenn das Wasser verkeimt. 

hpr

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