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Keine Pause auf der Stauffenberg-Brücke

Generalsanierung macht Fortschritte — Tauziehen um Detailfragen hinter den Kulissen - 01.11.2012 10:00 Uhr

Bis auf das Stahlskelett wird der Betonmantel des Bauwerks zwischen Oberfürberg und Dambach mit  Wasserstrahl abgefräst. Beschädigte Armierung wird dann ersetzt und eine neue Betonschicht aufgetragen.

Bis auf das Stahlskelett wird der Betonmantel des Bauwerks zwischen Oberfürberg und Dambach mit Wasserstrahl abgefräst. Beschädigte Armierung wird dann ersetzt und eine neue Betonschicht aufgetragen. © Hans-Joachim Winckler


Als „völlig überdimensioniert“ stuft Baureferent Joachim Krauße die vorgesehene Betonschicht der Gehsteige auf den sogenannten Brückenkappen ein. Das mit der Sanierung beauftragte Bauunternehmen sei die vorgeschriebene Statik-Berechnung bislang schuldig geblieben. Jetzt macht die Stadt Druck. „Wir wollen die Brücke unbedingt vor dem geplanten Fertigstellungstermin im September 2013 für den Verkehr wieder freigeben“, erläutert Tiefbauamtschef Hans Pösl auf Anfrage der Fürther Nachrichten das ehrgeizige Ziel. Der Ärger, den sich die Stadt mit der Totalsperre und Verkehrsumleitung eingehandelt hat, soll möglichst rasch zu den Akten gelegt werden können.

Derzeit wird der in Folge massiven Streusalzeinsatzes porös gewordene Beton auf der Brückentafel abgefräst. Kleiner Trost in der Misere: „Immerhin sind die Schäden nicht größer, als nach den Voruntersuchungen vermutet“, sagt Pösl. Die Brückenkappen sind bereits verschalt und abgebrochen worden. Erhalten die neuen Kappen eine zu dicke Betonschicht, wird nicht nur die Sanierung teurer, es droht auch ein Statik-Problem. Dem will das Baureferat vorbauen und hat für kommende Woche ein Krisengespräch mit der Baufirma angesetzt.

Um die Brücke nicht übermäßig zu belasten, kann die Betonsanierung nur abschnittsweise in sogenannten „Pilgerschritten“ erfolgen. Erst nach Freigabe durch den Prüfstatiker können die Kappen in Angriff genommen werden. Mit 6,4 Millionen Euro schlägt die öffentlich geförderte Sanierung des 40 Jahre alten Bauwerks zu Buche. Und es ist nicht die einzige Brücke die den Geldbeutel der finanziell angeschlagenen Stadt strapaziert.

Auch die 55 Jahre alte Vacher Regnitzbrücke steht zum Neubau an. Bis dahin ist sie nur noch einspurig von Pkw befahrbar. Obwohl Sensoren angebracht wurden, die vor einem Zusammenbruch Alarm schlagen sollen, muss das Bauwerk halbjährlich untersucht werden. Dazu wird die Brücke am 6. November von 9 bis 15 Uhr gesperrt.

  

VOLKER DITTMAR

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