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Frau Roth, Sie irren sich. Man kann Merkel, Seehofer und Rösler ja einiges nachsagen. Aber Klammerspiele? Zwar gibt es zig Varianten von Klammerspielen; keine hat die Koalition gespielt, da sind wir uns ganz sicher. Es gibt Klammerspiele, da müssen Kinder Wäscheklammern an Holzbäumchen klemmen. Doch Rösler kann bereits Feinmotorik. Es gibt Klammerspiele, da musst du dir eine Klammer ins Haar stecken mit Zettel dran, darauf ein Promi-Name, und du darfst raten, wer du bist. In Merkels Matte aber ruht einzig und allein Drei-Wetter-Taft.
Und es gibt Klammerspiele, für die man in den Keller geht und auf allen vieren „Ich will nicht mehr so böse sein“ und „aua“ sagt. Zur Stunde können wir ausschließen, dass Derartiges im Kanzleramt vorgefallen ist.
Fürth, gestern Mittag: In der Schickedanz-Straße laufen zwei Männer mittleren Alters nebeneinander her. Einer der beiden holt mit der Rechten aus, als sei er Kürbis-Kegel-Weltmeister, und langt dem Nebenmann granatenheftig an den Hintern. „Hach“, sagt der ganz entzückt, „du immer mit deinen Poklatschern!“ Nur gut, dass das in Fürth passierte und nicht auf einem iranischen Fußballplatz. Es war aber auf jeden Fall ein sehr würdevolles Klammerspiel. Nachmachen, Berlin!