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Kleine Lösung an Langenzenns Bleiche

Gefahrenstelle beseitigt: Bürger haben jetzt einen Geh- und Radweg vor der Tür — Bahn ist gefordert - 30.10.2017 13:00 Uhr

Ein Straßenbauprojekt, das seit langen Jahren viele politische Gremien und auch die Bürger beschäftigte, hat nun seinen Abschluss gefunden: Langenzenns „An der Bleiche“. © Armin Leberzammer


Die anfangs anvisierte große Lösung, die Verlegung der Trasse auf die Nordseite der Bahnlinie, scheiterte am fehlenden Baurecht als auch an der Stadt Langenzenn, die seinerzeit die so genannte Nordumgehung vom Ziegenberg durch den Zenngrund an den Raindorfer Weg gleich mit einklinken wollte. Diesem kommunalen Mega-Projekt erteilten die Langenzenner aber mehrheitlich in einem Bürgerentscheid eine Absage.

Seit Juli wurde daher nun fürs Erste etwa das östliche Viertel der Strecke ab kurz hinter der Zennbrücke ertüchtigt. Dort gibt es jetzt nicht nur eine neue Straße, sondern auch einen vollwertigen Gehsteig auf der Nord- und einen 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg auf der Südseite. Gleichzeitig wurden Kanal und Glasfaserkabel erneuert beziehungsweise neu verlegt, wie Bürgermeister Jürgen Habel erklärt.

Die Trassierung des Radweges mit einer Kuppe in der Mitte mag manchen überraschen, ist aber laut Christoph Eichler vom Staatlichen Bauamt Nürnberg in Absprache mit Stadt und Anwohnern so umgesetzt worden. "Wir wollten eine ebenerdige Querungsmöglichkeit ohne Treppen", begründet er die Bauweise an der leichten Hanglage. Der Streifen zwischen Radweg und Straße werde noch begrünt. Landrat Matthias Dießl betonte, dass sowohl Zeit- als auch Kostenplan eingehalten werden konnten. Die Gesamtkosten belaufen sich demnach auf 650 000 Euro. Sie werden mit rund 50 Prozent vom Freistaat bezuschusst. Ein Engpass und damit verbunden ein hohes Gefahrenpotenzial im Lkw-Begegnungsverkehr sei beseitigt worden. Was den weiteren Ausbau der Bleiche angeht, sieht Dießl nun die DB an der Reihe. "Bahn und Eisenbahnbundesamt sind nun in Zugzwang, die Bahnübergänge zu richten", meint der Landrat. Alleine könnten Kreis und Stadt nicht weiterbauen. 

ARMIN LEBERZAMMER

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