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Lagerhallen-Brand in Fürth: Einsatz dauerte eineinhalb Tage

Nachlöscharbeiten am Freitagmittag abgeschlossen - Brandursache noch unklar - 29.08.2014 14:28 Uhr

In Fürth ist in einem Betrieb am frühen Donnerstag ein großes Feuer ausgebrochen. © ToMa


In der Nacht zum Donnerstag war gegen 2.15 Uhr in der 3000 Quadratmeter großen Halle eines Zulieferers für Kfz-Werkstätten Feuer ausgebrochen, wie die Feuerwehr mitteilte.

Dort waren unter anderem Kunststoffteile, Metalle, Lacke und Farben für Autos gelagert. Es habe mehrere kleine Explosionen gegeben. Die Rauchsäule soll weit über Fürth hinaus sichtbar gewesen sein. In einem Umkreis von zwei Kilometern waren Rußablagerungen auf den Autos sichtbar. Etwa 20 Bewohner der anliegenden Gebäude wurden vorsorglich gebeten, ihre Wohnungen zu verlassen. Noch am Mittag qualmte es am Brandort. Die Polizei rief Anwohner in Poppenreuth auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Verletzt wurde niemand.

Die Hauptlöscharbeiten dauerten bis zum Donnerstagmorgen, mit den Nachlöscharbeiten war die Feuerwehr noch bis Freitagmittag beschäftigt. Immer wieder flackerten an vereinzelten Stellen noch kleine Feuer auf, die mit einem flächendeckenden Teppich aus Löschschaum erstickt wurden. Für Donnerstagnacht war eine Brandwache eingerichtet worden.

Ein angrenzender Bürotrakt und die Lagerhalle wurden durch den Brand so stark zerstört, dass sie komplett abgerissen werden müssen. Am späten Nachmittag wurden mit einem Bagger dann bereits einsturzgefährdete Wände und Seitenverkleidungen eingerissen.

Die Karl-Bröger-Straße war für Aufräumarbeiten der Feuerwehr bis Donnerstagbend gegen 19 Uhr gesperrt. Auch die Hans-Vogel-Straße war teilweise gesperrt.Insgesamt waren mehr als 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 22 BRK-Mitarbeiter vor Ort. Da alle Kräfte der Fürther Feuerwehr zur Bekämpfung des Großbrandes im Einsatz waren, wurde ein Einsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr Nürnberg mit einer Drehleiter vorsorglich in die Hauptwache Fürth verlegt.

Zur Aufklärung der Brandursache ermittelt die Kripo. Der Schaden soll mehrere Millionen Euro betragen.

Der Artikel wurde am Freitag, 29. August, um 14.30 Uhr aktualisiert.

  

ajs/dpa/schiem/cmo E-Mail

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