Freitag, 16.11.2018

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Lebensretter im Zirndorfer Rathaus

Noch eine Ehrung: Taucher Nick Vollmar trägt sich ins Goldene Buch der Bibertstadt ein - 13.09.2018 16:00 Uhr

Nick Vollmar verewigt sich im Goldenen Buch. Bürgermeister Thomas Zwingel, seine Stellvertreter Sandra Hauber und Murat Bülbül (v. li.) sehen zu. © Foto: Stadt


Vollmar hatte, wie bereits ausführlich berichtet, mitbekommen, dass spezielle Atemgeräte für die Befreiungsaktion benötigt wurden. Der passionierte Taucher hatte diese Ausrüstung zu Hause. Vor Ort arbeitete er in einem Team mit vier Männern zusammen. Gemeinsam bündelten sie die in der Höhle befestigten Kabel und Schläuche, damit sich darin keiner verfangen konnte.

Die hohen Strömungsgeschwindigkeiten, die äußerst schlechte Sicht und die riesigen Hallen im Wechsel mit Tunneln, die nicht höher als 38 Zentimeter waren, erschwerten die Bergungsarbeiten erheblich. Der Weg zurück ans Licht dauerte jeweils mehrere Stunden. Keines der Kinder hatte im Tauchen Erfahrung, sie mussten deshalb von den Profis ins Schlepptau genommen werden.

Unmittelbar nach Vollmars Rückkehr hatte Bürgermeister Thomas Zwingel ihn bereits ins Rathaus eingeladen. Aus terminlichen Gründen kam der Besuch aber erst jetzt zustande. Zuletzt hatte Vollmar noch einmal nach Thailand reisen "müssen", um dort eine Ehrung der thailändischen Regierung entgegenzunehmen. Beim Besuch im Rathaus erzählte Nick Vollmar nun noch einmal von seinen Erlebnissen und erinnerte auch an den bei der Rettungsaktion ums Leben gekommenen Taucher sowie an den Trainer, der den Kindern in den schweren Stunden immer wieder neue Hoffnung gegeben hat. "In dieser Höhle würde niemand freiwillig tauchen, dennoch haben wir uns der Gefahr ausgesetzt. Ich bin überglücklich, dass wir gemeinsam als Team alle retten konnten", so Vollmar und räumte ein: "Diese Rettungsaktion hat uns alle an unsere Grenzen gebracht, selbst mich mit meiner über zehnjährigen Taucherfahrung."

Bürgermeister Zwingel bedankte sich herzlich bei Nick Vollmar für seinen selbstlosen Einsatz. "Es ist schön zu sehen, dass es solche Menschen wie Sie gibt, die so uneigennützig wie spontan Hilfe und Unterstützung anbieten und sogar bis nach Thailand fliegen. Sie haben meinen größten Respekt für diese Leistung." 

fn

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