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Luftröhrenschnitt am Leichnam

Fürther Ärzte organisierten außergewöhnliche Fortbildung für Notfallmediziner - 05.02.2016 09:00 Uhr

Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen.

Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen. © Asklepios Kliniken/Bertram Solcher


Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen, um das Leben eines Patienten zu retten. Umso wichtiger ist es für Ärzte, gerade seltene Notfall-Situationen immer wieder zu trainieren.

Zahlreiche Notfall- und Intensivmediziner nutzten die Gelegenheit, ihre Fertigkeiten und Kenntnisse im Rahmen der Fortbildung „Notfallmedizinische Interventionen“ am Institut für Anatomie I der Universität Erlangen-Nürnberg auszubauen. Im Mittelpunkt standen lebensrettende Maßnahmen.

Initiiert wurde die Veranstaltung von zwei Ärzten des Klinikums Fürth: Professor Harald Dormann, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme, und Professor Holger Rupprecht, Chefarzt der Klinik für Thorax-, Gefäß- und Viszeralchirurgie. Nach einem Theorie-Teil am Vormittag folgten am Nachmittag praktische Übungen. Die Besonderheit: Es wurde nicht – wie sonst meist üblich – an realitätsnahen Modellen („Phantomen“) trainiert, sondern an Humanpräparaten. „Manche lebensrettende Maßnahmen, wie beispielsweise der Luftröhrenschnitt oder die Luftröhrenpunktion, lassen sich am besten am menschlichen Körper üben“, erklärt Professor Rupprecht.

Ermöglicht wird dies, weil sich einige Menschen bewusst dafür entscheiden, ihren Körper nach dem Ableben für die Aus- und Fortbildung von Medizinern zur Verfügung zu stellen. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Professor Dormann, „Durch das besonders realitätsnahe Training können wir unsere Fähigkeiten gezielt verbessern und damit die Qualität in der Notfallversorgung steigern.“ 

fn

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