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Mittwoch, 26.09.2018

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Maifest in Veitsbronn: 47-Jähriger schlägt auf Polizisten ein

Gemeinde überlegt, Fest nicht mehr zu genehmigen - 02.05.2018 14:23 Uhr

Als die Einsatzkräfte am Sonntag gegen Mitternacht gerade einer betrunkenen Person helfen wollten, wurden sie immer wieder von einem 18-Jährigen gestört. Nachdem diesem bereits mehrfach Platzverweis erteilt wurde, zeigte er sich weiter uneinsichtig, agressiv und provozierend, sodass er von der Polizei sogar in Gewahrsam genommen wurde. Dabei kam es zu einer Rangelei und der 18-Jährige musste schließlich zu Boden gebracht und gefesselt werden. Auch auf dem Weg zu Dienststelle konnte er seine Beleidigungen gegenüber den Beamten nicht innehalten.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde ihm im Krankenhaus Blut entnommen. Anschließend übergab man den Rabauken seiner Mutter. Gegen 0.30 Uhr kam es dann zu einem erneuten Einsatz auf dem Festplatz: Ein stark betrunkener 19-Jähriger beleidigte die Polizisten fortwährend. Auch hier stellten die Beamten die Pesonalien fest und erteilten einen Platzverweis.

Auch am Dienstag kam es kurz nach Mitternacht zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Ein 47-jähriger Betrunkener setzte sich auf die Motorhaube eines Streifenwagens und rührte sich trotz mehrfacher Aufforderung der Beamten nicht vom Fleck. Die Polizei musste unmittelbaren Zwang anwenden erteilten ihm darauf einen Platzverweis. Doch das interessierte den Mann nicht wirklich, sodass er in Gewahrsam genommen wurde. Dabei leistete der Beschuldige heftigen Widerstand und schlug einem Beamten sogar gegen den Oberkörper. Danach mischten sich noch weitere Personen mit in das Geschehen ein und versuchten den 46-Jährigen zu befreien. Beim Versuch einen Beamten mit der Faust ins Gesicht zu schlagen, verletzte sich der Betrunkene leicht. Mit Unterstützung weiterer Polizisten gelang es letztlich, die Lage zu bereinigen.

Insgesamt bewegten sich die Einsätze der Polizei während des Festes im zweistelligen Bereich.

"Das Fest steht unter Beobachtung"

Im Veitsbronner Rathaus betrachtet man die Entwicklung mit Sorge. Von "absolut unschönen Begleiterscheinungen" spricht Bürgermeister Marco Kistner, der sich vor Ort selbst ein Bild gemacht hat, auf Anfrage. Die Veranstaltung, die seit mehreren Jahren vom Kärwa-Festwirt organisiert wird, sorgte bereits 2017 für Ärger: Zerbrochene Flaschen und Maßkrüge prägten damals das Umfeld des Kärwaplatzes mit dem Bierzelt, sagt Kistner. Daraufhin habe die Gemeinde das Gespräch mit der Polizei gesucht. Zwei Streifen waren während des Festtreibens im Dorf unterwegs.

Die Auflagen wurden gleichfalls verschärft – etwa bei den Anforderungen an die Security und bei den Betriebszeiten. 0.15 Uhr bedeuteten den Schlusspunkt für die Musik und den Ausschank. Im Zelt habe heuer alles "ganz gut funktioniert", meint Kistner, nach dessen Erkenntnissen speziell am Samstag "auswärtige Gruppen für Stress" sorgten. Problematisch sei, dass es sich beim Veitsbronner Maifest um die erste Zeltveranstaltung des Jahres mit entsprechendem Besucherandrang handle. "Die Feierwütigen sind ausgehungert." Dennoch gilt jetzt nach den Worten des Bürgermeisters: "Das Fest steht unter Beobachtung", eventuell gebe es "noch schärfere Auflagen". Möglich sei aber auch, dass für die Veranstaltung gar keine Genehmigung mehr erteilt wird


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