Mittwoch, 26.09.2018

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Mehr Sicherheit mit Coolrider

24 Schüler aus Stein und Zirndorf wollen bei Konflikten in Bus und Bahn vermitteln - 18.07.2018 13:00 Uhr

24 Schülerinnen und Schüler bekamen ihren offiziellen Coolrider-Ausweis verliehen. Mit ihnen feierten die VAG-Trainer, Projektleiter, Betreuer, Polizeibeamte, Schulleiter sowie der Landrat und Steins Bürgermeister. © Stadt Stein


„Vorbild zu sein, ist nicht einfach“, betonte Coolrider-Projektleiterin Andrea Leissner bei der Auszeichnung der frisch gebackenen Coolrider. In sechs Trainingseinheiten wurden sie von Trainern der VAG sowie von zwei Polizisten aus Stein und Zirndorf betreut. 


In Rollenspielen lernten die Schüler, wie man sich am besten verhält, wenn man einen Konflikt in öffentlichen Verkehrsmitteln beobachtet. Vom Diebstahl bis zur Körperverletzung übten die Jugendlichen, wie sie sich verhalten sollen, „aber vor allem auch, wo ihre Grenzen sind und sie die Sache der Polizei übergeben sollen“, betonte Werner Gloss, Polizeihauptkommissar und Koordinator der Jugendbeamten bei der PI Zirndorf. Man wisse mittlerweile, dass das Umfeld großen Einfluss auf das menschliche Verhalten habe. So käme es in einem schmutzigen Umfeld eher zu Konflikten als in einem sauberen, erklärte Gloss. 


Der Beamte berichtete auch von seiner Beobachtung eines Studenten, der die hinterlassene Bierflasche eines älteren Mannes aus einem Bus entfernte. „Die Jugendlichen von heute sind viel besser als ihr Ruf", ist Gloss überzeugt. 


Diese Aussage ist für das Selbstbewusstsein der Coolrider wichtig. Zu oft würden junge Menschen vorverurteilt und unterschätzt. „Dabei können die Jugendlichen viel mehr, als ihnen andere und vor allem sie selbst sich zutrauen", sind sich die Polizisten Sebastian Schuh (PI Zirndorf) und Stefan Geißelbrecht (PI Stein) einig. 


Dank für ihr Engagement sagten den Coolridern auch Landrat Matthias Dießl und Steins Bürgermeister Kurt Krömer. „Hier steht kein blinder Aktionismus im Vordergrund, sondern die Verantwortung für Mitmenschen", so der Landrat. Krömer geben die Coolrider „ein gutes Gefühl und die Hoffnung, dass Konflikte in öffentlichen Verkehrsmitteln nun häufiger ein gutes Ende nehmen und schnell geklärt werden können“. 

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