|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Herr Reichel, war die Vertragsverlängerung war nur Formsache?
Reichel: Ja, ich denke, das war sie. Es geht in eine für uns neue Liga, und da ist es sicherlich normal, dass man sich zusammensetzt und erst einmal Erfahrungen und Erwartungen austauscht. Aber es stand nie in Frage, dass ich beim Kleeblatt weitermache. Wir haben hier im Team hervorragend gearbeitet, das wollen wir fortsetzen.
Mit Rachid Azzouzi hat ein langjähriger Weggefährte dieses Team verlassen. Waren Sie überrascht?
Reichel: Einerseits schon, immerhin haben wir diesen großartigen Erfolg geschafft, diesen Aufstieg, auf den wir alle, nicht zuletzt Rachid und auch ich, so lange hingearbeitet haben. Aber andererseits muss man die Entscheidung akzeptieren. Er wollte eben den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. Und St.Pauli ist ja auch ein toller Verein.
Könnte ein solcher Entwicklungsschritt auch für Sie einmal in Frage kommen?
Reichel: Wir haben uns einen Traum erfüllt und eine Sache zu Ende gebracht. Aber das bringt mit sich, dass die nächste Aufgabe beginnt. Ich bin hier mit Herzblut seit 1998 dabei – warum soll ich jetzt, wo wir in der Bundesliga dabei sind, woanders hingehen? Ich sehe keinen Grund dafür, noch dazu, wo ich mit Mike Büskens ein wirklich sehr gutes Verhältnis habe. Ich habe es schon einige Male gesagt, zwischen Mike und mich passt kein Blatt Papier, wir arbeiten vertrauensvoll und eng zusammen. Und wir haben nun gemeinsam eine wunderbare, aber auch sehr schwere Aufgabe zu lösen.
Wie wird sich die Arbeit der Trainer in der Ersten Liga ändern?
Reichel: Prinzipiell werden wir an unserem Umgang mit dem Team nichts ändern. Die Strategie, mit der wir spielen wollen, wird sich nicht grundlegend unterscheiden, wir wollen agieren. Klar ist aber, dass wir in der Bundesliga nicht mehr so dominant sein werden, die Gegner haben eine andere Qualität und kommen nicht nur mit dem Ziel nach Fürth, nicht so hoch zu verlieren. In der Zweiten Liga haben wir uns auf unsere Stärken konzentriert – nun werden wir mehr die Stärken der Gegner analysieren müssen.
Apropos auf Stärken achten: Die EM-Vorrunde ist zwar noch nicht alt, aber man konnte doch bereits einige Eindrücke sammeln...
Reichel: Toll ist das, was die Russen spielen. Sie stehen sehr hoch, spielen bei Ballbesitz sofort nach vorne. Alle sind technisch hervorragend. Das hat mir gefallen. Ich glaube sowieso, das diese EM von den offensiv orientierten Teams beherrscht wird. Von der taktischen Seite her war das Spiel Italien gegen Spanien top. Die Italiener hatten eine Dreierkette in der Abwehr und dadurch einen Mann mehr im Mittelfeld, um die Schaltzentrale der Spanier zu stören. Das ist ihnen über weite Strecken gelungen, das war eine taktische Meisterleistung.
Was trauen Sie der deutschen Mannschaft zu?
Reichel: Das Problem für Jogi Löw war die kurze Vorbereitungszeit, die Bayern-Spieler waren ja erst in der letzten Woche richtig dabei. Da kann man nicht von Beginn an voll eingespielt sein. Aber gegen Portugal war das schon ganz ordentlich, die Mannschaft wird sich im Turnierverlauf deutlich steigern.
Ihr Favorit?
Reichel: Da warten wir mal die Vorrunde ab, noch ist es zu früh, um alle Teams abschließend beurteilen zu können.
Zum Abschluss noch mal zurück zum Fürther Kleeblatt. Wann geht es los, welche Schwerpunkte werden gesetzt?
Reichel: Wir starten mit dem Mannschaftstraining in weniger als zwei Wochen am 25. Juni, zuvor sind einige Tage mit medizinischen Tests und Leistungsdiagnosen angesetzt. Wir werden von Beginn an viele Spielformen dabei haben. Wir bereiten uns ja nicht auf die Leichtathletik-WM vor, sondern auf die Fußball-Bundesliga.

Di. 21.05.13
Mo. 20.05.13
Mo. 20.05.13
Mo. 20.05.13
Sa. 18.05.13