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Und das fast wortwörtlich, denn die vielen Dezibel, mit denen diese rockige Truppe ihre Songs in den proppenvollen Kofferraum drückt, würden locker ausreichen, um auch größere Säle zu beschallen — Marke „hart, aber herzlich“.
Das gerne bemühte und oft übertriebene Klischee vom „Blues Shouter“ trifft auf Stan Webb ausnahmsweise perfekt zu. Dieser charismatisch ergraute Sänger und Gitarrist verfügt auch mit 62 noch über eine Stimme, die Wände zum Wackeln und Emotionen in Wallung bringt.
Webb und sein „Hühnerstall“ — nach diversen Umbesetzungen im Lauf der Jahrzehnte derzeit Gary Davis an der Rhythmusgitarre, Jim Rudge am Elektrobass und Romek Parol am Schlagzeug — lassen es sehr lustvoll krachen. Sie servieren mitreißenden Hochtempo-Bluesrock genau so treibend und druckvoll, wie jene Gänsehaut-Balladen, in denen Webbs aus tiefster Seele kommende Urschreie besonders gut zur Geltung kommen. Dass Webb zumindest stilistisch und auch, was die knautschige Charakteristik der Stimme angeht, im Alter mehr denn je an „Holy Bob“ Dylan erinnert, weiß er selbst und kokettiert damit auch weidlich — was für herzliches Gelächter bei den Fürther Bluesfans sorgt.
Überhaupt sind es die „Britishness“ Webbs, sein knochentrockener Humor und seine lakonische Moderation, die hier das wohlschmeckende Sahnehäubchen bilden.
Dazu kommt ein Musik-Horizont, der über das gängige Blues-Einerlei deutlich hinausreicht. Bei Webb und Co. hat nicht nur der Rock einen festen Platz im Blues-Konzept — es darf zwischendurch auch sehr psychedelisch werden. Die Beschwörung jener glorreichen Artblues-Vergangenheit mit „Camel“-Anklängen ist dabei mehr als eine nostalgische Reverenz an die eigene Band-Historie. Stan Webb hat es nicht nötig, das eigene Ikonentum zu betonen.
Und auch die Lorbeeren werden nicht durch zu langes Ausruhen plattgedrückt. Stan Webb steht wie vor fast 40 Jahren für ein vitales, packendes Blues-Verständnis.




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