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Mit Selbsthilfe zur neuen Freizeitoase am Friedhofsteg

Generationenspielplatz in Fürth geht seiner Vollendung entgegen - 14.08.2013 09:00 Uhr

Zwei Arbeiter montieren im hinteren Teil der Freizeitanlage die Stahlsäulen für den sieben Meter hohen Rutschenturm, der morgen aufgestellt werden soll. © Hans-Joachim Winckler


Die Idee eines Spielplatzes für Jung und Alt brachte der Stadtjugendring 2007 in die Gründungsphase des Fürther Bündnisses für Familien ein. Mit einem Eigenbeitrag von 15000 Euro setzte die Organisation ein Zeichen. Einen wichtigen Sponsor fand man in der Ergo-Direkt-Versicherung, die 50000 Euro für das Projekt aufbrachte. Die Stadt schulterte die Restfinanzierung in Höhe von 5000 Euro.

Die Anlage mit Kletterfelsen, Irrgarten, Boulebahn, Sandkasten Wipp-Elementen, Seilrutsche, Rutschenturm und Spieltischen wäre freilich mit 70000 Euro nicht finanzierbar gewesen. Dass sie dennoch realisiert werden konnte, lag vor allem an den vielen freiwilligen Helfern aus dem Stadtjugendring und von anderen Fürther Organisationen. Sie hatten nicht nur in der Planungsphase mitgewirkt, sondern auch beim Aufbau selbst mit Hand angelegt.

Zu äußerst günstigen Konditionen stellte ein Steinbruch in der Fränkischen Schweiz die Kletterfelsen zur Verfügung, und ein hiesiger Steinmetz machte aus Bruchstücken nicht mehr benötigter Grabsteine Spieltische mit Intarsien. Im Schatten der Bäume kann man an ihnen Schach, Mühle oder Dame spielen. Für Abstriche an den ehrgeizigen Plänen sorgten strenge Sicherheitsvorschriften. So mussten etwa die Kletterfelsen weitgehend eingegraben werden.

Die interessante Gestaltung mit Kletternetzen bügelt das Manko jedoch spielend aus. Und die Publikumsfrequenz auf der noch nicht vollkommen fertigen Anlage ist eine Bestätigung für die Stimmigkeit des Konzepts. Auch Bürgermeister Markus Braun ist begeistert. Er sieht im Generationenspielplatz eine schöne Ergänzung zur neuen Dreifachturnhalle mit Bezirkssportanlage, Skaterparcours und Jedermannsportplätzen am Schießanger.

„Ein Bild des Jammers“ habe, so Braun, der in die Jahre gekommene Vorgänger-Spielplatz abgegeben. Eltern, die mit ihren Kindern im neuen Mini-Klettergarten blancieren, zeigen, was unter Generationenspielplatz zu verstehen ist. Von Kleinkindern, die sich im Sand vergnügen, bis hin zu älteren Abenteurern bietet die in eine herrliche Flusslandschaft eingebettete Freizeitanlage viele Anreize. Die Einweihung steht noch bevor.
  

Volker Dittmar

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