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Mittwoch, 23.01.2019

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Müllgebühren: Fürther müssen nicht mehr zahlen

Erhöhung konnte für drei Jahre noch einmal vermieden werden - 11.01.2019 21:00 Uhr

Die Müllentsorgung wird in Fürth nicht teurer. © Rödel


Alle drei Jahre werden die Müllgebühren neu kalkuliert. Beim vorletzten Kassensturz 2015 sind sie sogar reduziert worden: um 9,3 Prozent für Restabfall und um 5,4 Prozent für Biomüll. Möglich war das, weil die städtische Abfallwirtschaft über ein sattes Finanzpolster verfügte. Dieses schwindet jedoch zusehend und damit auch der Handlungsspielraum.

Enthielten die Reserven Ende 2016 noch 5,1 Millionen Euro, waren es Ende vergangenen Jahres nur noch 2,8 Millionen Euro. Bei gleichbleibenden Einnahmen aus der Müllgebühr von jährlich rund 10,5 Millionen Euro stiegen die Kosten in diesem Zeitraum von 11 auf 12 Millionen Euro. Und das, obwohl die Abfallverwertungskosten am Entsorgungsmarkt kontinuierlich gesenkt werden konnten.

Zuzug erhöht Aufwand

Was das Defizit befeuert hat, war ein starker Anstieg der Personalkosten. Sechs zusätzliche Stellen bei der Müllabfuhr und eine Teilzeitstelle in der Verwaltung schlugen zu Buche. Eine Folge des erhöhten Arbeitsanfalls im Zuge der gestiegenen Einwohnerzahl in Fürth. Dass die Abfallverwertungskosten noch weiter gesenkt werden können, glaubt die Leiterin der städtischen Abfallwirtschaft, Susanne Grünbaum, nicht.

Weil ihrem Amt als eiserne Reserve aber noch 1,7 Millionen Euro aus der Rücklage für den Unterhalt der Altdeponie Atzenhof (inzwischen: Solarberg) zur Verfügung stehen, ist eine Gebührenerhöhung zum kostendeckenden Betrieb der Müllentsorgung noch nicht nötig. Von der Entwicklung der Löhne und der Einwohnerzahl wird es nach den Worten von Susanne Grünbaum abhängen, wohin sich die Müllgebühren nach 2021 entwickeln.

Bis dahin bleibt es bei den Jahresgebühren zwischen 108,80 Euro (für die 80-Liter-Tonne) und 1496 Euro (für den 1100-Liter-Container) beim Restmüll und den Jahresbeträgen zwischen 69,60 Euro (80-Liter-Tonne) und 208,80 Euro (240-Liter-Tonne) beim Biomüll. Nur die halbe Gebühr fällt bei Saison-Biotonnen für den Zeitraum von April bis November an. Der Fürther Biomüll wird künftig von der Firma Veolia in Nürnberg kompostiert. Das Unternehmen verwertet bereits das Fürther Altpapier. 

Volker Dittmar

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