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Nach viermonatiger Bauzeit ist im Heizkraftwerk an der Fronmüllerstraße unter Regie des Fernwärme-Projektingenieurs der infra, Dominic Strotzer (29), ein 600 PS starker Gasmotor installiert worden. Weil gebrauchte Anlagenteile wie Schallschutzhaut und Kamin aus dem Heizkraftwerk auf der Schwand verwendet wurden, konnten die Baukosten um 100000 auf rund 400000 Euro gesenkt werden. Der ungleich schwierigere Umbau auf der Schwand schlägt hingegen mit 600000 Euro zu Buche. infra-Geschäftsführer Hans Partheimüller ist mächtig stolz auf die gute Energieausbeute. Nur zehn Prozent gingen in den neuen Blockheizkraftwerken als Abstrahlwärme verloren, in Großkraftwerken seien es hingegen 60 Prozent.
Auf dem Dach des Heizkraftwerks an der Fronmüllerstraße wurde im Zuge des Umbaues eine Fotovoltaikanlage montiert, die bereits seit Juni 2011 Solarstrom erzeugt. Im Heizkraftwerk an der Vacher Straße soll laut Partheimüller im nächsten halben Jahr eine Gasfackel als Wärmetauscher eingebaut werden, um auch das allmählich zur Neige gehende Gas aus der ehemaligen Deponie Atzenhof (heute: Solarberg) noch verwerten zu können. In vielen kleinen Schritten wird so die Unabhängigkeit von den internationalen Energiekonzernen angestrebt.
20 Millionen Euro hat die infra bereits in ihr Cadolzburger Bioenergiezentrum zur Vergärung von Mais und Grüngut investiert. Mit dem hier erzeugten Strom aus regenerativen Quellen können immerhin 5200 Haushalte versorgt werden.
Gegenüber der Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen werden 16500 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart. Allein mit dem neuen Modul im Heizkraftwerk an der Fronmüllerstraße können 800 Fürther Haushalte mit Strom und 170 Wohnungen mit Wärme versorgt werden. Angeschlossen sind neben dem neuen Wohnquartier der ehemaligen Darby-Kaserne und der Kalbsiedlung das Phönix-Center und die infra selbst.




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