Dienstag, 26.03.2019

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Neue Namen für Brücken und Straßen

Stadtverwaltung hat Vorschläge gesammelt, der Ältestenrat denkt an „verdiente“ Fürther - 11.03.2012 13:00 Uhr

Die Brücke über die Regnitz bei Vach hat offiziell noch keinen Namen, das soll sich ändern. Der Verwaltungsvorschlag ist so simpel wie einleuchtend. © Aslanidis


Was die beiden Brücken betrifft, so wollen das Stadtplanungs- und das Tiefbauamt nach eigenen Angaben der „Verwechslungsgefahr“ vorbeugen. „Vacher Brücke“ heißt bislang das Bauwerk über die Zenn nahe dem Solarberg im Süden des Vororts. Die Brücke, die Vach im Osten mit Mannhof verbindet, firmiert gegenwärtig mangels offizieller Taufe lediglich unter „Brücke über die Regnitz“.

Die Vorschläge aus dem Stadtplanungsamt sind so einfach wie sinnvoll: Vacher Zennbrücke und Vacher Regnitzbrücke schlägt die Verwaltung vor, um künftig zu verdeutlichen, dass es zwei Vacher Brücken gibt, die sich allerdings über unterschiedliche Gewässer spannen.

Im Bauausschuss kamen die Vorschläge jüngst zur Sprache, die anwesenden Stadträte verwiesen das Thema jedoch weiter an den Ältestenrat, der sich damit am 21. März beschäftigen wird. Die Benennung von Straßen und Plätzen ist eine der Aufgaben dieses Gremiums, zu dem neben dem Oberbürgermeister und seinem Stellvertreter auch die Fraktionssprecher und fünf weitere Stadträte zählen.

Bei der Sitzung in zwei Wochen wird es der Ältestenrat auch mit drei neuen Straßen in Poppenreuth und Unterfürberg zu tun haben. In Poppenreuth gilt es, einen Namen für eine Straße zu finden, die ein Neubaugebiet nahe dem Sportplatz erschließen soll, in dem 37 Reihenhäuser entstehen (wir berichteten). Weil in der Umgebung einige Straße bereits den Namen von Städten in Siebenbürgen tragen – zum Beispiel Hermannstädter Straße –, schlägt die Verwaltung in diesem Fall die Bezeichnung Klausenburger Straße vor.

Raps passt gut zu Mohn

In Unterfürberg geht es um zwei Straßen, die eine neue Siedlung am Ende des Banderbacher Wegs erschließen. Weil in der Nähe die Flurbezeichnung Cadolzburger Wegäcker existiert, empfiehlt die Verwaltung den Straßennamen Wegäcker. Die zweite könnte Rapsweg heißen, da die umliegenden Straßen bereits die Namen Mohn-, Roggen- und Gerstenweg tragen.

Ob der Ältestenrat diesen Empfehlungen folgt, ist offen. Das Gremium verfügt über eine Liste mit den Namen von verdienten Fürther Persönlichkeiten. „Es ist denkbar“, so Rathauschef Thomas Jung auf Anfrage der Fürther Nachrichten, „dass ein Name von der Liste ins Spiel kommt.“ Der Bezug müsse aber stimmen, so wie bei der geplanten Erschließungsstraße für das Neubaugebiet Reichsbodenfeld. Weil Alt-OB Kurt Scherzer im benachbarten Unterfürberg zu Hause war, ist es bereits beschlossene Sache, dass die Straße seinen Namen tragen wird.

Ganz gleich, wie sich der Ältestenrat in den neuen Fällen entscheidet, absegnen muss das dann noch entweder der Bauausschuss oder – wenn die Namen von Persönlichkeiten zur Abstimmung stehen – sogar der Stadtrat.

  

Johannes Alles

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