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Neue Station entsteht im Baukastenprinzip

17 Raummodule der Firma Cadolto bieten Platz für 61 Betten - Im Herbst bezugsfertig - 17.07.2008

Zwischen der ehemaligen Kinderklinik und dem Nathanstift platziert ein Kran eines der 17 Raummodule auf dem Gelände des Klinikums.

Zwischen der ehemaligen Kinderklinik und dem Nathanstift platziert ein Kran eines der 17 Raummodule auf dem Gelände des Klinikums. © Mark Johnston


Der Hintergrund: Am Klinikum befürchtete man eine akute Raumnot, wenn im kommenden Jahr die bisherige Medizinische Aufnahme und die Chirurgische Ambulanz zu einer großen zentralen Notaufnahme (ZNA) umgebaut werden. Schließlich liegen im Krankenhaus mitunter schon jetzt Patienten mit ihren Betten auf dem Gang.

2009 hätte sich diese Situation verschärft: Während der Bauzeit müssen nämlich die Medizinische Aufnahme und die Chirurgische Ambulanz in anderen Räumen im Erdgeschoss des Krankenhauses untergebracht werden. Dazu muss eine Station in den dritten Stock ausweichen. Die wiederum dort untergebrachte gynäkologische Station wird in dem neuen Modulbau untergebracht.

Langfristige Lösung

Nach Auskunft des Klinikums ersetzt der Neubau einen weit über zehn Jahre alten Containerbau, der nicht mehr den Ansprüchen genügte. Die neue Station werde indes nach «modernsten Gesichtspunkten gestaltet»: Dazu zählen freundliche Farben, viel Licht dank großer Fenster, eine hochwertige Innenausstattung und vor allem Nasszellen in allen Zimmern.

Der Modulbau soll im Herbst bezugsbereit sein und ist als langfristige Lösung gedacht. Von der geplanten zentralen Notaufnahme, die eine erste Anlaufstelle für die Patienten sein wird, erhoffen sich die Verantwortlichen am Klinikum eine schnellere und hochwertige Diagnostik. Noch müssen jährlich rund 40 000 Notfall-Patienten räumlich getrennte Anlaufstellen für den internistischen und den chirurgischen Bereich ansteuern. Durch die Bündelung sollen auch lange Wartezeiten künftig vermieden werden.

Die Cadolzburger Firma Cadolto, die nach eigenen Angaben derzeit mit dem Bau von 14 Krankenhäusern in Russland beschäftigt ist, zeichnet auch für den neuen VIP-Bereich im Fürther Playmobil-Stadion verantwortlich. Wie berichtet, sollen neben der Haupttribüne ebenfalls im Baukastenverfahren VIP-Logen sowie Platz für Gastronomie und die Verwaltung des Zweitligisten entstehen. 

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