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Dienstag, 23.10.2018

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Neuer Bürgergarten für die Menschen auf der Hardhöhe

Gemeinschaftsanlage ermöglicht Begegnungen — Gute Erfahrungen gesammelt - 11.10.2018 16:00 Uhr

Auf der Fürther Hardhöhe nimmt ein weiterer Bürgergarten Gestalt an. Derzeit wird der zentrale Fußweg eingefasst. © Thomas Scherer


Wie beim 2007 eröffneten Interkulturellen Garten mit 35 Parzellen an der Uferpromenade will die Stadt mit ihrem Projekt im Grünzug zwischen Gauß- und Voltastraße auch Menschen unterschiedlichster Herkunft verbinden. Regie führt der Verein Interkultureller Garten. Dessen Sprecherin Helga Balletta erläutert, dass die Parzellen jahresweise Interessenten zugeteilt werden. Verlängerungen seien jedoch möglich. Los geht es mit dem Gärtnern erst im Frühjahr.

Bereits im Juli ist heuer ein "Essbarer Garten" mit 16 Hochbeeten in der Friedensanlage seiner Bestimmung übergeben worden. Acht Beete werden von festen Pächtern genutzt, die übrigen stehen der Allgemeinheit zum Pflanzen und Ernten zur Verfügung. Das Modell kommt an, sagt Helga Balletta. Es gebe keine nennenswerte Zerstörung, die Ruhebank in der 400 Quadratmeter großen Anlage sei häufig besetzt. Etwas mehr Zulauf könnte nach Angaben der Vereinssprecherin jedoch das öffentliche Mitgärtnern am Montagabend um 18 Uhr vertragen. 40.000 Euro hat sich die Stadt im Rahmen ihrer Grün-Offensive zum Jubiläum ihrer vor 200 Jahren erlangten kommunalen Eigenständigkeit den Essbaren Garten kosten lassen. Dreimal so viel verschlingt der 1500 Quadratmeter große Bürgergarten auf der Hardhöhe. Jedoch hat der Fürther Lions Club 10.000 Euro aus Erlösen seiner Benefiz-Aktionen beigesteuert.

Weil der Boden aus Zeiten der Flugplatz-Nutzung mit Schadstoffen belastet ist, kann wie in der Friedensanlage nur in 4,5 Quadratmeter großen Hochbeeten gegärtnert werden. Im Interkulturellen Garten an der Uferpromenade wurde das Problem mit einem flächendeckenden Trennflies unter den dort ebenerdigen Beeten gelöst.

Die Arbeiten auf der Hardhöhe sind etwas schleppend angelaufen, weil das Gelände erst nach Blindgängern aus dem letzten Krieg abgesucht werden musste. Die Kampfmittelexperten stießen jedoch nur auf Eisenreste eines Zaunes. Gerade wird der zentrale Fußweg angelegt. Eine Hütte für Gartengerät muss noch aufgebaut werden. Im Gegensatz zur Friedensanlage verfügt das Areal über Strom- und Wasseranschluss. 

Volker Dittmar E-Mail

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