|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Nachdem die Kleeblattstadt wie auch Zirndorf mangels ausreichender Beteiligung von Radlern an der regelmäßigen Erhebung zuletzt wiederholt gar nicht in die Wertung aufgenommen worden war, schaffte sie es Ende 2012 unter den Großstädten zwischen 100000 und 200000 Einwohnern auf Anhieb auf den sechsten Platz in Deutschland und den zweiten in Bayern. Die Landeswertung führt mit nur einer halben Note Vorsprung die Nachbarstadt Erlangen an. Nürnberg wiederum landete bei den Großstädten über 200000 Einwohnern landesweit auf Platz 2 hinter München und deutschlandweit auf Platz 17.
Berauschend war die Teilnahme an der Umfrage auch diesmal nicht. Aber mit 104 Radlern hatten wenigstens genug Kenner der Materie die insgesamt 27 Fragen der ADFC-Liste beantwortet. Der städtische Radverkehrsplaner Benjamin Hartung freut sich, dass gerade die jüngsten Maßnahmen zur Förderung des Stadtradelns gelobt wurden. Zu Recht, wie der Fürther ADFC-Sprecher Thomas Schwerdtner meint. Denn mit wenigen Mitteln sei viel erreicht worden.
Schwerdtner denkt insbesondere an die zeitweise Freigabe des Radelns in der Fußgängerzone und die Öffnung von Einbahnstraßen gegen die Fahrtrichtung für Radler. Inzwischen sei es auch allgemein üblich, den Radverkehr bei Straßenbauprojekten gleich mit einzubeziehen. Früher dagegen sei regelmäßig nachgebessert worden.
In der Beurteilung der Maßnahmen für den Radverkehr in jüngster Zeit sticht Fürth sogar Erlangen aus. Der Nachbarstadt wird hier nur eine durchschnittliche Entwicklung attestiert. Dabei beteiligten sich in Erlangen acht Mal so viele Radler an der Umfrage. Auch bei der Sicherheit vor Fahrraddiebstahl schneidet Fürth besser ab als Erlangen. Unterdurchschnittliche Bewertungen gab es dagegen für die Radfahrwerbung. Hier sieht auch Hartung einen Nachholbedarf. Daneben führten fehlende Fahrradverleihmöglichkeiten zum Punkteabzug. Wie berichtet, hat sich der Leipziger Leihfahrradanbieter Nextbike aus Fürth zurückgezogen, um in Nürnberg ein öffentlich gefördertes Verleihsystem mit Fahrradterminals aufzubauen.
Schlechte Noten bekamen in Fürth die auf den Autoverkehr ausgelegten Ampelschaltungen, die Radler an einer zügigen Fortbewegung hindern. Auch das Abstellen von Autos auf Radwegen und die umständliche Radwegeführung an Baustellen wurde moniert. Allerdings ging es beim ADFC Fahrradklimatest weniger um die Frage, wie perfekt man in einer Stadt Fahrrad fahren kann, als vielmehr um die allgemeine Stimmungslage.
„Wir können mit der Entwicklung in den letzten Jahren zufrieden sein“, meint Schwerdtner. Wunschlos glücklich ist der ADFC-Mann freilich nicht. Was seiner Ansicht nach vordringlich ist: Eine bessere Verbindung zwischen Innenstadt und Südstadt, sowie eine Talquerung zwischen Eigenem Heim und Ronhof im Bereich der Eisenbahnlinie. Beim Radwege-Etat von 100000 Euro im Jahr sind große Sprünge jedoch nicht drin. Deshalb rät Schwerdtner zum Ansparen. Mit Naturschützern habe man sich inzwischen auf eine umweltverträgliche Radwegführung durch das Regnitztal geeinigt. Allerdings sei der Brückenschlag über den Fluss ein teures Unterfangen.
Nicht realisieren ließ sich eine Verbreiterung der Schwabacher Unterführung zur Aufnahme eines Radwegs. Alternativ könnten Fahrradrampen an der zum Bahnhofcenter führenden Bahnunterführung die schon lange ersehnte Erleichterung für Radfahrer bringen.




|