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Raitersaich fordert: Trasse nur mit Abstand

Widerstand der Initiative ist ungebrochen - 28.10.2017 14:00 Uhr

Stromtrassen sollen mindestens 400 Meter Abstand zur Wohnbebauung einhalten. In Raitersaich und Clarsbach setzen sich die Bürger dafür ein. © Archivfoto: Berny Meyer


Wie berichtet, soll die schon bestehende Wechselstromleitung von Raitersaich über Ludersheim bis nach Altheim bei Landshut von 220 KV auf 380 KV verstärkt werden. Das Projekt, P53 genannt, hat höhere Masten und höchstwahrscheinlich auch einen anderen Verlauf der Leitungen zur Folge. Nicht zu verwechseln ist das Vorhaben mit der Gleichstromtrasse, die bekanntlich unterirdisch verlegt werden soll.

Befürchtet wird nun, dass der "Neubau in bestehender Trasse", wie es von den Leitungsbetreibern genannt wird, zu einer zunehmenden Belastung in den Dörfern führen wird: Nämlich dann, wenn die neue Trasse zwischen den beiden Ortschaften Raitersaich und Clarsbach gebaut wird, ohne Einhaltung eines angemessenen Abstandes von 400 Metern. Dies würde die Entwicklungsmöglichkeiten der Dörfer beschränken und zudem Wald zerstören.

Den mutmaßlichen Verlauf und wie es besser gehen könnte, stellte Manfred Wißmüller von der BI dar. Danach erläuterte die Sprecherin der BI, Andrea Platzer, an welchem Punkt des Planungs- und Genehmigungsverfahrens P53 derzeit steht und wie es damit weitergeht. Markus Reuter, Sprecher der BI Ezelsdorf und der P53-BI-Allianz (ein Zusammenschluss mehrerer Initiativen entlang der Trasse), ging auf die Beteiligung an dem Planungsverfahren ein. Die Allianz fordert, dass die Bürger und die Träger der öffentlichen Belange umfassend und in allen Schritten zu beteiligen sind, informiert werden und mitreden können.

Kräfte bündeln

Von besonderem Interesse ist es, dass verbindliche Abstände von 400 Metern zur Wohnbebauung eingehalten werden, wie es teilweise in anderen Bundesländern bereits umgesetzt wird. Die BI Stromtrassen-Widerstand aus Raitersaich und Clarsbach entschied nun, ebenfalls Teil der P53-BI-Allianz zu werden, um die Kräfte zu bündeln. 

Beate Dietz

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