|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
„Das kleinste Ensemble, das wir je hatten“, so Dullnraamer-Chefin Ute Weiherer, will sich 2012 unerschrocken einer der schwierigsten Herausforderungen stellen, die im mittelfränkischen Dschungel lauern: die Mundwinkel des Fürthers himmelwärts auszurichten. Die Mundwinkel eines hartgesottenen Dullnraamer-Fans jedenfalls bleiben zuverlässig unten, wenn er Faschingssitzungen Veitshöchheimer Prägung zu erleiden hat. Drum geht er ja zur kabarettistisch bretthart gespülten „Sidzung“ nach Weiherer Art. Doch Qualitätsschwankungen verzeiht er nur ungern.
Das macht die Sache für die Chefin nicht leichter. „In den vergangenen drei Jahren lief es für uns rund, die Rückmeldungen waren fantastisch. Klar, da spürt man schon den gewachsenen Erwartungsdruck.“ Das Ensemble aus einem Dutzend Faschingsverrückten, die liebend gern die innere Rampensau aus dem Stall lassen, macht 2012, was die Dullnraamer am liebsten machen: mit dem Publikum abrocken zum kompromisslosen Sound der Live-Band, die Politkabarett-Keule derb herniedersausen lassen, blanken Quatsch machen sowie den Ritualen und Repräsentanten des handelsüblichen Faschings eine verdammt lange Nase drehen. Drei Stunden lang, wie immer; drunter macht es Autorin, Regisseurin, Fürtherin und Kompaniemutter Weiherer eh nicht.
Übrigens teilt sie nicht die Meinung derer, die das vergangene Jahr als Chaos-Riesenkiste bejammern, aus der man locker drei, vier Jahre hätte zimmern können. „Es handelt sich eher um eine Art Endlosschleife.“ Erstaunlicherweise könnte man für die nahende, die 19. Sidzung, wenn man denn wollte, viele alte Sketche „eins zu eins übernehmen, das würde niemand merken“ — Guttenberg, Merkels „Spur der Verwüstung“, Rettungsschirm, alles schon mal dagewesen. Die ungelösten Probleme sind das Problem.
Zuverlässig kommen neue hinzu. Irgendwann hat Weiherer aufgehört zu zählen, wie viel Hit-Texte sie heuer kabarettistisch umfrisierte, um sie rasch wieder auf Eis zu legen oder gar sofort zu verwerfen. Wer, nur so zum Beispiel, weiß denn, ob der Bundespräsident am Sidzungs-Premierenabend noch Wulff heißt? Andere Themen indessen sind längst in trockenen Tüchern; das Siechtum der FDP (Weiherer: „Dass ich das noch erleben darf“), das unterirdische Glückwunschtelegramm der Linken für Fidel Castro, die „Latte-Macchiato-Mütter“ im Lifestyle-Delirium. Der Kanal ist randvoll. Jetzt müssen die Aufräumer ran.
Dullnraamer-Sidzung 2012: 10./11. und 17./18. Februar, jeweils 20 Uhr, Kulturforum, Große Halle (Würzburger Straße 2). ZAC-Karteninhaber erhalten im Vorverkauf (19 Euro) im FN- Ticket-Point (Rudolf-Breitscheid-Straße 19) Rabatt.



