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Reizgas-Attacke: Zirndorfer Realschule evakuiert

Rettungshubschrauber war vor Ort - 26 Schüler in Klinik gebracht - 13.03.2017 15:30 Uhr

Seitdem sich das Reizgas im Schulhaus in Zirndorf am Montagmorgen verbreitet hat, klagen rund 70 Schüler über Beschwerden. © NEWS5 / Bauer


Gegen 9 Uhr rief der Schulleiter der Staatlichen Realschule bei der Polizei an - ein beißender Geruch hatte sich in dem Gebäude verbreitet. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an, auch ein Rettungshubschrauber wurde zur Schule geschickt. Zuerst gingen die Einsatzkräfte von einem Gasaustritt aus - das konnte aber bald ausgeschlossen werden, da die Schule nicht an das Gasnetz angschlossen ist, wie ein Pressesprecher der Polizei am Montagmorgen erklärte. 

Die Schule mit rund 950 Schülern wurde zügig evakuiert, 26 Kinder mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt klagten etwa 80 Schüler über Atemwegsbeschwerden wie Reizungen oder Husten. Die Feuerwehr durchlüftete das Gebäude sorgfältig, die Quelle des Gases konnte jedoch nicht festgestellt werden.

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20 Verletzte: Reizgas breitete sich in Zirndorfer Realschule aus

Unbekannte hatten am Montagmorgen offenbar absichtlich Reizgas in der Realschule Zirndorf versprüht: Rund 950 Schüler mussten evakuiert werden, 20 Kinder und Jugendliche wurden in ein Krankenhaus gebracht. 80 Personen klagten über Reizungen und Husten.


Der Unterricht wurde gegen 10 Uhr zunächst wieder aufgenommen - allerdings entschied die Schulleitung schließlich, den Unterrichtstag bereits um 11.15 Uhr zu beenden und alle Schüler heimzuschicken.

Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass das Gas absichtlich in der Schule versprüht wurde. Dafür spreche, dass der Geruch in zwei Treppenhäusern wahrzunehmen war, die weit voneinander entfernt liegen.

Eltern in Sorge

Auf Facebook und Twitter dementierte die Polizei Mittelfranken rasch Gerüchte über einen angebliche Amoklage. Angesichts der Krankenwagen vor Ort hatten sich die Gerüchte unter besorgten Eltern verbreitet, wie der Einsatzleiter feststellte. "Plötzlich war sogar von Schusswaffen die Rede", sagte Polizeisprecher Michael Konrad auf Nachfrage.

Die Angst der Eltern und die gesundheitlichen Folgen für etliche Schüler machen Konrad zufolge schon deutlich, dass man die Attacke nicht als "Scherz" abtun könne, sollte sich zeigen, dass ein Schüler dahintersteckt:  "Jedem muss bewusst sein, dass es ganz sensibel ist, wenn etwas in einer Schule passiert." Mögliche Nachahmer warnte Konrad eindringlich: Es handle sich um eine Straftat, die Polizei Zirndorf ermittle wegen gefährlicher Körperverletzung. Und auch an den Kosten des Einsatzes könne der Täter beteiligt werden.

Dieser Artikel wurde um 15.30 Uhr aktualisiert.

 


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