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Ringen um den Busverkehr

Die Großbaustelle Stauffenberg-Brücke kappt die Verbindung - 17.05.2012 22:00 Uhr

Tiefbauamtschef Hans Pösl (li.) und infra-Verkehrsbetriebsleiter Klaus Dieregsweiler (4. v. re.) demonstrieren Bürgern mit einem Linienbus die fehlende Wendemöglichkeit am Fürberger Steg.

Tiefbauamtschef Hans Pösl (li.) und infra-Verkehrsbetriebsleiter Klaus Dieregsweiler (4. v. re.) demonstrieren Bürgern mit einem Linienbus die fehlende Wendemöglichkeit am Fürberger Steg. © Thomas Scherer


Mit einem zwölf Meter langen Linienbus waren der Leiter des infra-Verkehrsbetriebs, Klaus Dieregsweiler, und Tiefbauamtschef Hans Pösl am Mittwochabend zum Krisengespräch mit Ober- und Unterfürbergern beim Fürberger Steg vorgefahren. Sie wollten deutlich machen, dass es hier keine Wendemöglichkeit gibt und die von Bürgern geforderte Verlängerung der Buslinien 171 und 178 bis zum Steg unmöglich ist.

Die von der Brückenbaustelle unterbrochene Verbindung zwischen beiden Buslinien sollen nach den Vorstellungen der Verwaltung achtsitzige Shuttlebusse übernehmen, die von den Haltestellen am Unterfürberger Kreisel (171) und an der StauffenbergBrücke (178) bei Bedarf bis zum Fürberger Steg fahren, der dann zu Fuß überquert werden muss. Die Kleinbusse verkehren allerdings nur an Schultagen und in den Zeitspannen von 6.30 bis 9 Uhr sowie zwischen 13 und 14 Uhr. Unzureichend, wie viele Menschen aus der Nachbarschaft im Hinblick auf den Andrang der Schüler und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesene Senioren meinen. Mehr ist jedoch nach Dieregsweilers Ansicht nicht drin.

Auf 100000 Euro beziffert der Verkehrsmanager die Kosten für den Shuttledienst während der Bauzeit. Auf 500000 Euro schätzt der Tiefbauamtschef dagegen die Kosten für den Bau provisorischer Bus-Wendeschleifen am Steg. Zu teuer und, so Pösl, bis zum Baubeginn auch gar nicht mehr zu stemmen. Das sehen die Betroffenen jedoch anders. Sie werfen der Verwaltung vor, sich nicht rechtzeitig um Lösungen der befürchteten Verkehrsprobleme bemüht zu haben.

Sorgen über unzureichende Kapazitäten macht sich Dieregsweiler indes nicht. Er vertraut auf die Verdichtung des Linienbustaktes von 15 auf siebeneinhalb Minuten und will erst einmal abwarten, ob es zu Engpässen kommt, um dann gezielt nachzubessern. Noch nicht absehen lässt sich das Ausmaß von Verkehrsstaus auf der Umleitungsstrecke über die Straße Am Europakanal, Südwesttangente, Forsthausbrücke und Zirndorfer Brücke.

Einer Mutter, die ankündigte, ihr Kind mit dem Privatauto zur Schule zu bringen, falls die Busverbindung nicht reibungslos funktioniert, gab Dieregsweiler zu bedenken, dass sie dann vielleicht ebenso im Stau stecken bleibt wie der Bus. Die Sorge vieler Eltern brachte ein Vater auf den Punkt: „Kommt mein Kind sicher zur Schule?“ Dazu sind seiner Ansicht nach weitere abgesicherte Fußgängerüberwege nötig. Zur Bauvorbereitung gehört das Abmarkieren eines Radwegs auf der Straße Am Europakanal, sowie die Erweiterung der Auffahrt von der Südwesttangente zur Zirndorfer Brücke auf zwei Fahrstreifen. Sobald eine Seite der maroden Stauffenberg-Brücke saniert ist, will sie Pösl für Fußgänger und Fahrradfahrer freigeben.

Und noch eine weitere Brücke sorgt für Behinderungen: Zur Verstärkung der schadhaften Pfeiler der Stadelner Brücke im Zuge der Theodor-Heuss-Straße über die Erlanger Bahnlinie ist ebenfalls eine Vollsperrung erforderlich. Die Vorbereitungen beginnen bereits am kommenden Montag. Von 4. Juni bis 3. Juli ist die Brücke für den Autoverkehr gesperrt. Fußgänger und Radler können sie aber nach wie vor passieren. Die abschließenden Arbeiten dauern bis zum 13. Juli. 

VOLKER DITTMAR

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