16°C

Dienstag, 31.05. - 00:07 Uhr

|

Robert Wimmer läuft zum Weltrekord

141,7 Kilometer in zwölf Stunden — Zweifel beim Kilometer 120 - 21.02.2011 10:00 Uhr

„Es war hart, aber nicht extrem hart,“ erklärte Wimmer, der sich nur wenige Minuten nach dem Wettkampf schon wieder locker zeigte. Dabei waren die letzten drei Stunden ein Wechselbad der Gefühle für seine Betreuer. Beim Durchlaufen der 100- km-Marke hatte Wimmer mit 8:15 Minuten gerade mal drei Minuten Vorsprung auf Marian-Jan Olijenik.

Der holte ab der neunten Stunde Runde um Runde auf und lag nach 120 Kilometern knapp vor Wimmer. „Das war der einzige Zeitpunkt, zu dem ich unsicher wurde. Ich habe befürchtet, dass ich Rekord laufe und trotzdem nur Zweiter werde,“ zeigte sich Wimmer von der Leistung Olijeniks beeindruckt. Der musste kurze Zeit später das Rennen mit Magenproblemen beenden.

Zu diesem Zeitpunkt wurde es auch bei Robert Wimmer ganz eng. Mit der Unterstützung seines Helferteams und der Fans an der Strecke fing er sich aber wieder. Die letzten knapp zwei Stunden hatte Wimmer mit GfK-Vorstand Klaus Wübbenhorst einen Mitläufer, der ihm nicht von der Seite wich.

„Das war eine gute Veranstaltung“, freute sich LAC-Vorstand Werner Kaminski, nachdem sich in der letzten Stunde die Halle noch gut gefüllt hatte. Mit Florian Schwarthoff war der letzte LAC-Medaillen-Gewinner bei Olympia — Bronze 1996 über 110m Hürden — in die Halle gekommen. Die ehemalige Weltklasse-Kugelstoßerin Grit Hammer drehte sogar 90 Minuten ihre Runden in der Halle. „Da muss man doch zeigen, dass alle zusammenhalten“, meinte sie und hob Robert Wimmer nach der Siegerehrung hoch.

  

THEO KIEFNER

Seite drucken

Seite versenden