Donnerstag, 26.04.2018

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Roßtal: Ein Diakon mit Sporttalenten

Alexander Schneider kümmert sich um die Jugendarbeit der Gemeinde - 22.10.2016 06:00 Uhr

Das neue Gesicht in St. Laurentius: Alexander Schneider. © Foto: Wunder


Nach Abschluss seiner Ausbildung in Rummelsberg 2015 reiste Schneider erst einmal ein halbes Jahr mit dem Rucksack durch Australien und Neuseeland, finanzierte seinen Trip durch Arbeit für Kost und Logis auf Biobauernhöfen. „Eine tolle Erfahrung, ich habe sehr viel gesehen und viele Leute kennengelernt“, sagt er.

Von Rummelsberg wurde er nun nach Roßtal gesendet. „Ich wollte gerne in der Nähe von Nürnberg bleiben, weil meine Freundin in Erlangen studiert, zum Glück hat das geklappt.“ Sein persönlicher Anspruch bei seiner neuen Herausforderung: „Ich will vor allem die sehr gute Jugendarbeit fortführen und mich mit meinen Fähigkeiten einbringen.“ Dabei tritt er in die Fußstapfen von Kathrin Schiller. Sie ist in Mutterschutz gegangen.

Zu Schneiders Aufgaben zählen unter anderem, die Ehrenamtlichen der Evangelischen Jugend zu betreuen und fortzubilden oder erlebnispädagogische Elemente während der Präparanden- und Konfirmandenfreizeiten. Hobbys wie Wandern, Surfen, Geocachen, Kanufahren und „einfach alles, was mit Sport zu tun hat“, kann er dabei gut einbringen. Sein Gerechtigkeitssinn kommt als Fußball-Schiedsrichter zum Tragen: Seit drei Jahren ist er in dieser Funktion auf Plätzen in der Region unterwegs, privat zieht es ihn eher in die Allianz-Arena oder zur Spielvereinigung.

Seine Vollzeitstelle wird je zur Hälfte von der Landeskirche und dem Verein zur Förderung der Jugendarbeit in den evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Roßtal und Buchschwabach finanziert. „Über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Einnahmen bei Sonderaktionen stemmen wir das“, erklärt Vorsitzender Peter Schmitt.

Eine der Haupteinnahmequellen des Vereins ist das Apfelfest. Über 30 Freiwillige sind im Einsatz, wenn es einen Tag lang im Pfarrgarten um die beliebte Frucht geht. Auch Schneider hat mit Ehrenamtlichen der Jugend und Konfirmanden schon tatkräftig mitgeholfen: Sie pflückten Äpfel, zum Beispiel bei älteren Mitbürgern, die das nicht mehr selbst erledigen können, und brachten das Obst zum Mosten zum Gartenbauverein. 1500 Liter echter Roßtaler Apfelsaft entstanden so und wurden beim Apfelfest an den Mann und die Frau gebracht.

Zudem zeigten sich die diesjährigen goldenen Konfirmanden sehr großzügig und überreichten dem Förderverein einen symbolischen Spendenscheck über 1400 Euro. „So wird unser Motto ,Gemeinsam unterwegs‘ umgesetzt und gelebt“, freut sich Schmitt. „Eine gelungene Jugendarbeit ist ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens, sie soll für Kinder und Jugendliche präsent sein, sie begleiten, ihnen Orientierung und Gemeinschaft anbieten“, fasst Schmitt die Ziele des Vereins zusammen. Christliche Werte wie Toleranz, Gerechtigkeit und die Wahrung der Schöpfung würden dem Nachwuchs vermittelt. Damit identifiziert sich auch Alexander Schneider, der sich „herzlich aufgenommen“ fühlt in Roßtal.  

Claudia Wunder

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