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Roßtal: Gewerbe frisst Fläche

Ein Aktionsbündnis warnt vor übermäßiger Versiegelung - 01.07.2018 14:00 Uhr

Ein Aktionsbündnis warnt vor übermäßiger Versiegelung durch Gewerbe. © Martin Schülbe


Heidi Deffner und Knut Schalldach stehen an der Stuttgarter Straße, am Rand des Gewerbegebiets Buchschwabach. Die beiden Roßtaler sorgen sich um die derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Flächen. Sie blicken über eine Wiese und Felder. Nicht gerade unberührte Natur, aber auch kein versiegelter Boden.

Noch nicht: Denn das Gelände ist im Flächennutzungsplan als Erweiterung für das Gewerbegebiet vorgesehen. "Wann da was passiert, ist noch nicht abzusehen", sagt Bürgermeister Johann Völkl auf FN-Anfrage. "Der Plan schafft noch kein Baurecht", ergänzt er. Anfragen für Gewerbeareale gebe es jedoch immer wieder.

Dass es noch ein paar Jahre dauern könnte, bis hier die Bagger anrücken, wissen auch Deffner, Mitglied im Kreisvorstand der Grünen, und Schalldach von der Kreisgruppe Fürth-Land im Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Sie engagieren sich in einem lokalen Bündnis, das sich der bayernweiten Initiative "Betonflut eindämmen" angeschlossen hat. Letztere will mit einem Volksbegehren ein Gesetz anstoßen, das die Versiegelungsquote in Bayern deutlich senkt.

Heidi Deffner hatte im Namen des Bündnisses eingeladen, um auf die Gefahr der Versiegelung aufmerksam zu machen. Sie verweist auf die bisherige Nutzung des Gewerbegebiets mit eingeschossigen Bauten und Parkplätzen. "Natürlich sind wir nicht dagegen, dass sich Kommunen entwickeln", betont sie. Aber es müsse mehr in die Höhe gebaut werden, Tiefgaragen seien besser als Parkplätze.

Die Initiative ist auch Völkl bekannt, er kann viele Inhalte nachvollziehen: "Im Bebauungsplan sollten wir auf jeden Fall überlegen, wie man mit möglichst wenig Fläche möglichst viel schaffen kann." 

Martin Schülbe

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