Sonntag, 16.12.2018

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Roßtal hofft auf fitte Fürther und Nürnberger

Wo einst ein Schwimmbad geplant war, wartet ein Bewegungsparcours auf Besucher - 11.07.2018 16:00 Uhr

Bei der Einweihung der Trainingsanlage probierten Aktive der „453 Workout-Crew“ aus Reichelsdorf vor Publikum die Calisthenics-Station aus. © Foto: Schülbe


Es ist nicht einfach nur sonnig, der Himmel präsentiert sich wolkenlos, der Tag ist heiß und schreit nach einer Abkühlung im Wasser.

"Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Schwimmbad entstehen", erinnert auch Roßtals Bürgermeister Johann Völkl an die einstigen Pläne für das Freizeitgelände an der Hochstraße, auf dem sich einige hundert Besucher eingefunden haben. Gekommen sind sie auch nicht zum Schwimmen, sondern zum Schwitzen: auf dem neuen, zehn Stationen großen Bewegungs-Parcours.

Etwa Volker Hegemann. "Ich gehe zweimal die Woche in die Muckibude", sagt der 73-jährige Roßtaler. Man könnte also annehmen, dass ihm so ein Parcours nichts bringt. Zumal er früher Marathon lief und an solchen auch heute noch gelegentlich teilnimmt, wenn auch nur auf halber Distanz. "Hier kann man aber ganz hervorragend Geschicklich- und Beweglichkeit trainieren, das geht im Fitnessstudio nicht."

Das bestätigt auch Jamal Djibrilla, der mit ein paar Aktiven seiner Calisthenics-Gruppe‚ der "453 Workout-Crew" aus Reichelsdorf, hergeradelt ist. Calisthenics, das ist ein Training, bei dem das eigene Körpergewicht genutzt wird. Eine der neuen Stationen ist speziell hierfür vorgesehen: "Da werden wir natürlich öfter hierherkommen, um daran zu trainieren."

Diese Hoffnung äußert auch Völkl: Er würde sich wünschen, dass die Metropolregion ihren Westen entdeckt und Städter mal raus in die Marktgemeinde fahren, um das neue Angebot zu nutzen.

120 000 Euro hat die Umsetzung gekostet, wie Landrat Matthias Dießl vorrechnet. 50 000 Euro davon konnte der Kreis aus Leader-Mitteln beisteuern, die seitens der Europäischen Union für die Förderung ländlicher Räume vorgesehen sind.

Die Pfarrer Wolfgang Jäger und Jörn Künne segneten die Anlage ökumenisch, auf dass sie ihre Nutzer vor körperlichen Schäden bewahre und Gesundheit schenke. Hierfür brachte der Katholik Jäger sogar ein Fläschchen Weihwasser mit. Sein evangelischer Kollege referierte darüber, dass körperliche Bewegung ein großes Thema in der Bibel sei: "Das geht los mit Adam und Eva, die sich aus dem Paradies bewegen müssen", so Künne.

Als Einweiser für die Anlage fungierten Aktive von Vereinen: dem Turnverein, vom Tuspo, dem Tennisclub, der Schützengemeinschaft Deutsche Eiche und dem Sportverein Großweismannsdorf. Wer den Parcours nutzen will, findet an jeder Station eine genaue Einweisung auf Infotafeln.  

Martin Schülbe

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