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Roßtal ist seit fünf Jahren fair

Jubiläum: Die Marktgemeinde wurde 2012 Fair-Trade-Town - 02.11.2017 06:00 Uhr

Im vergangenen Jahr präsentierten Roßtaler im evangelischen Gemeindehaus fair gehandelte und nachhaltig hergestellte Mode. Mit dabei auch Pfarrer Jörn Künne (re.) © Foto: Claudia Wunder


Besonders gewürdigt wurde das nicht zuletzt, wie berichtet, durch den Sonderpreis, den Roßtal im Rahmen des Wettbewerbs "Hauptstadt Fairer Handel 2017" am 14. September in Saarbrücken erhalten hatte. Unter 100 Bewerbungen und 905 Projekten setzte sich Roßtal mit Konzepten durch, die den Fokus auf faire Kleidung legen.

Doch die Erfolgsgeschichte hat ihre Wurzeln bereits in der Gründung des Eine-Welt-Ladens, der schon vor 25 Jahren, damals noch in bescheidenem Rahmen, seine Türe öffnete. Zwanzig Jahre später kam mit dem Zusammenschluss einer Steuerungsgruppe neue Dynamik in die Idee und bereits wenige Monate später wurde Roßtal am 20. Oktober 2012 als 100. Teilnehmer in die Reihen der Fair-Trade-Städte aufgenommen.

Damit begann der Versuch, den Gedanken fair gehandelter Waren auf möglichst viele Lebensbereiche zu übertragen. Schon 2012 sahen die Aufnahmekriterien vor, dass sich Vereine, Gasthäuser und Geschäfte, aber auch die Kommune, mit einzelnen Produkten beteiligen mussten. Im Fokus der bisherigen Aktivitäten standen etwa fair gehandelte Mode und faires Frühstück

In Roßtal entstand inzwischen die Grundhaltung, dass fairer Handel ein rundum gelungener Ansatz ist, mit der Umgehung von Zwischenhändlern, Produzenten vor Ort zu unterstützen.

Das wiederum verschafft der lokalen Bevölkerung ein zuverlässiges Einkommen, Ausbildungschancen für die nächste Generation und lebenswürdige Arbeitsbedingungen, besonders für Frauen, wie die Kenianerin Margaret Obaga, Mitarbeiterin der Mission EineWelt, in ihrem Vortrag eindringlich vermittelte.

Mit dem Preisgeld von 10.000 Euro soll nun unter anderem der Eine-Welt-Laden eine schnellere Kaffeemaschine erhalten und die Grundschule Unterstützung für ihr Projekt "Hand in Hand". Weitere Vorhaben sind in Planung. 

Jutta Pscherer

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