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Schlägerei zwischen Club- und Fürth-Fans: Neun Verletzte

60 Nürnberger "besuchten" 40 Kleeblatt-Anhänger im Laubenweg - 14.10.2012 19:25 Uhr

Spuren einer gewalttätigen Nacht. 40 Fürther Fußball-Fans lieferten sich von Samstag auf Sonntag mit 60 Nürnbergern eine Massenschlägerei.

Spuren einer gewalttätigen Nacht. 40 Fürther Fußball-Fans lieferten sich von Samstag auf Sonntag mit 60 Nürnbergern eine Massenschlägerei. © ToMa-Fotografie


40 Anhänger der SpVgg Greuther Fürth sollen sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach einem Vortrag zum Thema Fußballfanatismus in ihrem Vereinsheim aufgehalten haben. Gegen 1.30 Uhr erschienen dann rund 60 Fans des 1. FC Nürnberg am Laubenweg. Schnell soll sich eine wüste Massenschlägerei entwickelt haben, in deren Folge die Nürnberger wieder im Dunkel der Nacht verschwanden. Ein Nachbar des Vereinsheims hatte sie frühzeitig bemerkt und die Polizei alarmiert.

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Mehrere Streifenbesatzungen der Polizei nahmen die Verfolgung auf und stoppten rund ein Dutzend Nürnberger, stellten die Identitäten der Aufgegriffenen fest und durchsuchten deren Fahrzeuge. Dabei stellten die Beamten eine Sturmhaube und eine Dose Pfefferspray sicher.

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Nach dem 1:0-Erfolg der SpVgg Greuther Fürth beim 1. FC Nürnberg im Achtelfinale des DFB-Pokals stürmten frustrierte Nürnberger Anhänger das Spielfeld, die Sicherheitskräfte mussten einschreiten.


Auf Widerstand stießen die Beamten beim Fürther Anhang. Mehrere unbekannte Fürther Fans bewarfen die Polizisten während des Einsatzes mit Stühlen. „Es ging alles viel zu schnell“, erklärt ein Sprecher der Sportfreunde, man habe bei der Abwehr den Überblick verloren. Ein Streifenwagen und zwei weitere Autos wurden beschädigt. Am Einsatzfahrzeug der Polizei entstand ein Sachschaden von rund 1000 Euro.

Insgesamt wurden bei der Auseinandersetzung acht Kleeblatt-Anhänger am Kopf und ein 30-jähriger Polizist leicht verletzt. Gegen die Tatverdächtigen hat die Polizeiinspektion Fürth ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Nicolas Heckel, Fan-Koordinator der SpVgg, schließt derzeit aus, dass sich beide Parteien zu dem nächtlichen Treffen verabredet haben könnten. Dafür gebe es keine Hinweise. „Es geht aufs Derby zu“, sagte Heckel, „wir haben mit Nebengeräuschen gerechnet, aber dass es schon so früh und so krass losgeht, ist überraschend.“

Bereits sechs Wochen vor dem Frankenderby in der Fußball-Bundesliga, bei dem der Club in Fürth gastiert, sorgt die Rivalität der beiden Fanlager erneut für hässliche Szenen. Zur Erinnerung: Im Dezember 2011 versuchten vorwiegend jugendliche Club-Fans, den Gästeblock zu stürmen, nachdem das Kleeblatt im Pokal-Achtelfinale mit 1:0 gewonnen hatte. 

eber/kh

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