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Schnelles Internet für ein Dutzend Fürther Stadtteile

Breitbandausbau ermöglicht Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/s und mehr - 12.06.2018 06:00 Uhr

Schnelles Internet gilt längst als Standortvorteil für Kommunen. © dpa


"Wer die schnellen Anschlüsse nutzen möchte, kann sie ab sofort online, telefonisch oder im Fachhandel buchen", sagte Telekom-Regionalmanager Markus Sand beim symbolischen Start in Ronhof. Es gilt also, aktiv seinen Tarif beim jeweiligen Anbieter zu ändern – sonst bleibt alles beim Alten. Nach Angaben der Telekom können von der 1,5-Millionen-Euro-Investition – davon stammen 650 000 Euro aus dem Breitbandförderprogramm von Freistaat und Stadt – rund 2000 Haushalte in diesen Stadtteilen profitieren: Bislohe, Unterfarrnbach, Kronach, Ronhof, Poppenreuth, Herboldshof, Südstadt, Flexdorf, Unterfürberg und Atzenhof-Hafen. Dazu wurden in den vergangenen zwölf Monaten 44 Kilometer Glasfaser verlegt, 21 Multifunktionskästen und fünf Glasfasernetzverteiler aufgestellt.

Terminlich sei man etwas in Verzug geraten, so Bernd Kohlbauer, zuständiger Manager beim Telekommunikationsunternehmen – was er vor allem damit erklärte, dass die Handwerksbetriebe derzeit sehr ausgelastet sind. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten noch nicht. Bis Monatsende folgen noch die Inbetriebnahme im Ortsteil Steinach und die Glasfaseranschlüsse am Kronacher Wald sowie auf der Stadelner Hard. Für die beiden Letztgenannten, für den Golfpark Atzenhof, die Hafenstraße und den Gewerbepark Hardhöhe West seien dann superschnelle Verbindungen mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich.

Erste Liga

Oberbürgermeister Thomas Jung begrüßt den Ausbau und wünscht sich, dass sich die Telekom weiterhin so engagiert: "Fürth spielt seit der ersten Eisenbahn in der ersten Liga bei Kommunikation und Verkehr, und das soll auch so bleiben." Gute Vernetzungen via Glasfaser seien heute ebenso wichtig wie Straßen und Brücken.

Wirtschaftsreferent Horst Müller nennt sie sogar "die neuen Lebensadern". Geringe Bandbreiten bei den Internetverbindungen hätten sich mittlerweile zu einem echten Standortnachteil entwickelt. Da aus dem Topf des Förderprogramms noch Mittel übrig sind, hofft Müller auf einen weiteren zügigen Ausbau: "Das nützt dem Wirtschaftsstandort Fürth."

Für das kommende Jahr sind laut Markus Sand noch weitere kleinere Flächen für den Breitbandausbau ausgeschrieben, ebenso die Nahbereiche rund um 50 bereits bestehende Multifunktionsgehäuse. Diese seien bislang aus rechtlichen Gründen außen vor geblieben, könnten nun aber ebenfalls bald angeschlossen werden. 

ARMIN LEBERZAMMER

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