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Schwenk-Streit: Nachbarstädte springen Fürth zur Seite

Jetzt fordern auch Nürnberg und Erlangen Gleis-Ausbau an der Bestandstrasse - 10.11.2017 17:15 Uhr

Der S-Bahn-Ausbau, das wünschen sich nun auch die Oberbürgermeister von Erlangen und Nürnberg, soll so schnell wie möglich entlang der Bestandstrasse erfolgen. © Winckler


Laut einer Pressemitteilung aus dem Fürther Rathaus haben die Oberbürgermeister der Nachbarstädte, Ulrich Maly und Florian Janik, ihrem Amtskollegen Thomas Jung am Freitag versprochen, ihn bei einer zentralen Forderung zu unterstützen: die schnelle Planung und Umsetzung des S-Bahn-Gleises entlang der bestehenden Trasse Richtung Erlangen.

Das war nicht immer so. Auch in der Hoffnung auf einen schnellen Ausbau der S-Bahn-Trasse hatte der Nürnberger Rathauschef Maly den Widerstand der Kleeblattstadt gegen den Schwenk lange kritisch gesehen. Jetzt ist er offenbar auf die Fürther Linie "umgeschwenkt".

Jung: DB soll unverzüglich Arbeiten aufnehmen

Erlangens Oberbürgermeister Janik sagte unserer Zeitung: "Der Schwenk ist durchgefallen. Ich hoffe, dass die Bahn jetzt nicht länger versucht, herumzupfriemeln oder den Rechtsweg zu beschreiten, sondern schnell handelt, damit wir einen ordentlichen S-Bahn-Takt bekommen."

Thomas Jung spricht von einem "erfreulichen Konsens in der Metropolregion", der  auch von den Verantwortlichen der Bahn aufgegriffen werden sollte. Da die schriftliche Urteilsbegründung nicht mehr in diesem Jahr zu erwarten sei, solle die DB unverzüglich die Arbeit für das neue S-Bahn-Gleis aufnehmen. Jung: "Nur so kann verhindert werden, dass wertvolle Zeit mit Warten und Prüfen verstreicht."

Am Donnerstag hatte das Bundesverwaltungsgericht geurteilt, dass der Planfeststellungsbeschluss für den Schwenk durchs Knoblauchsland "rechtswidrig" und "nicht vollziehbar" ist. 

Johannes Alles

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