Dienstag, 11.12.2018

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Sehnsucht nach mehr Tempo 30

Gas weg: Die Kommune fordert neue Kompetenzen - 27.10.2012 22:00 Uhr

Während Teil eins der Resolution noch einmütig vom Stadtrat getragen wird, verweigerten zehn CSU-Vertreter dem von den Grünen zusätzlich angeregten Wink Richtung Berlin ihre Zustimmung. Dahinter, so mutmaßte CSU-Sprecher Joachim Schmidt, stehe der von seiner Partei nicht unterstützte Wunsch, in Städten flächendeckend Tempo 30 einzuführen. Tatsächlich wird dies derzeit bundesweit diskutiert — im Antrag der Fürther Grünen indes ist keine Rede davon.

Den Impuls für den Vorstoß der Stadt hatten jüngste Diskussionen gegeben, ob vor mehr Fürther Schulen Tempo 30 angeordnet werden kann. Das aber ist nach Einschätzung des zuständigen Rechts- und Ordnungsreferats nicht möglich. Denn vor allem auf Hauptverkehrsrouten, wie etwa Schwabacher Straße und Fronmüllerstraße, halten die Beschränkungen erfahrungsgemäß nicht stand.

Dessen ungeachtet hatte es Nürnberg erst unlängst, aufmerksam beobachtet von Fürth und vielen anderen Kommunen in Bayern, vor allen Schulen seines Stadtgebiets versucht — und scheiterte prompt in drei Fällen: Die Regierung kippte die Limits wieder.

Wegen derartiger Erfahrungen hat sich bereits der Chef des Fürther Straßenverkehrsamts in den FN als Befürworter einer generellen gesetzlichen Tempo-30-Regelung in Städten geoutet; und auch Oberbürgermeister Thomas Jung wäre froh, wenn er leidige Tempo-Debatten, wie etwa in Burgfarrnbachs Hinterer Straße, ad acta legen könnte. „Warum dürfen wir so etwas nicht selbst entscheiden“?, fragt er. „Wir vor Ort wissen doch am besten, was nötig ist.“ 

hän

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