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Ähnlich wie an der baufälligen Vacher Regnitzbrücke melden in Zirndorf Sensoren ungewöhnliche Veränderungen am Hallenbaddach. 18 dieser hochempfindlichen Messgeräte wurden angebracht, nachdem bei einer Bauwerkskontrolle vor sieben Jahren Risse im 20 Meter langen Tragbalken über den Schwimmbecken entdeckt worden waren. Obwohl das Bad damals noch keine drei Jahre in Betrieb war, konnte kein Schadensersatz erreicht werden.
Unter dem Eindruck des Einsturzes der Eissport-Arena in Bad Reichenhall am 2. Januar 2006 wollte die Bibertstadt auf Nummer Sicher gehen und ließ auf Empfehlung des Technischen Überwachungs-Vereins (TÜV) Warngeräte montieren. Zur Sensibilisierung der Verantwortlichen hatte auch der Absturz eines 15 Meter langen und 400 Kilo schweren Lüftungsrohres im umgebauten Fürther Hallenbad am Scherbsgraben ein Jahr vor dem Unglück in Bad Reichenhall beigetragen. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, begründet Bürgermeister Thomas Zwingel die Entscheidung des Zirndorfer Eigenbetriebsausschusses vom Montagabend.
Rein technisch sei die Stadt mit den Dachsensoren zwar auf der sicheren Seite, juristisch könne jedoch der Vorwurf von Fahrlässigkeit nicht ausgeschlossen werden, falls ein Unglück geschieht. Laut Zwingel hat bereits am vergangenen Mittwochabend ein Sensor bei starkem Regen und Sturm Alarm geschlagen. Nachdem zwei benachbarte Geräte ebenfalls Veränderungen am Übergang vom Oberdach zum Hauptdach meldeten, entschloss man sich um 21 Uhr – eine halbe Stunde vor Badeschluss – zur Evakuierung des Hallenbades.
Am vergangenen Freitag schlug der Sensor um 13.30 Uhr erneut an. Weil aber keine weiteren Alarme folgten, wurde der Betrieb diesmal nicht gleich unterbrochen. Allerdings kamen nun Überlegungen in Gang, wie das Problem behoben werden kann. „Die TÜV-Gutachter tippen auf Fehlalarm und meinen, das wäre alles nicht so schlimm“, berichtet Zwingel. Verlassen will sich der Bürgermeister auf sie jedoch lieber nicht. Fachleute sollen nun das Hallenbaddach intensiv unter die Lupe nehmen.
Das Personal kann sich bis zur Wiedereröffnung verstärkt den bereits laufenden Vorbereitungen auf die im Mai beginnende Freibadsaison widmen. Nicht betroffen von der Betriebsunterbrechung ist die künstlich gekühlte Eislaufbahn. Laut Zwingel wurde schon daran gedacht, deren Betriebszeit während der Hallenbadpause auszudehnen. Zuletzt musste das Zirndorfer Hallenbad im November 2010 und im Februar 2011 wegen eines Wassereinbruchs im Keller gesperrt werden.




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