Dienstag, 26.03.2019

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Serbische Pflegekräfte heuern am Fürther Klinikum an

Krankenhaus kooperiert mit Akademie in Kragujevac — Deutsches Examen - 16.12.2016 11:00 Uhr

Intensive Einarbeitung: Fachkoordinatorin Muamera Rothard (links) erklärt der neuen serbischen Mitarbeiterin Marija Kocic, wie das Blutzuckermessgerät funktioniert. © Foto: privat


Im Rahmen einer Kooperation mit der Dekra Akademie GmbH in Kragujevac wurden 17 Frauen und Männer in Serbien zusätzlich nach dem deutschen Berufsbild der examinierten Pflegekraft ausgebildet. Das bedeutet im Detail: Die Pflegekräfte wurden nach Abschluss des serbischen Hochschulstudiums Pflege in einem weiteren Jahr gemäß den Standards in Deutschland qualifiziert.

Die ersten zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im November ihre Tätigkeit in Fürth aufgenommen. Zuvor mussten sie das dreiteilige Gesundheits- und Krankenpflege-Examen in Deutschland bestehen. „Hierzu ist eine hohe Fachlichkeit und Motivation nötig. Das Pflegeexamen dann auch noch in deutscher Sprache zu absolvieren, ist eine tolle Leistung“, sagt Pflegedirektor Oliver Riedel.

Das Feedback der Stationen nach den ersten Wochen sei durchweg positiv. Dank eines umfangreichen Einarbeitungskonzepts finden sich die serbischen Pflegefachkräfte schnell in ihrem neuen Arbeitsumfeld zurecht. Neben Einführungsveranstaltungen und Schulungen gibt es für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter auf Station einen festen Ansprechpartner, der in der ersten Zeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Unterstützung erstreckt sich aber auch noch auf andere Bereiche, etwa die Vermittlung einer Unterkunft und die Begleitung bei Behördengängen.

Fortsetzung geplant

Damit die Verständigung mit Patienten, Angehörigen und Kollegen von Anfang an funktioniert, werden die Deutschkenntnisse bereits beim Examen in Deutschland geprüft. Die kulturellen Unterschiede sieht Carola Schröder, Personalreferentin der Pflegedirektion, nicht nur als Herausforderung, sondern als Chance: „Wir versorgen Patienten unterschiedlichster Nationalitäten. Da ist es von Vorteil, wenn sich dies auch in der Ärzteschaft und in der Pflege widerspiegelt.“

Da der Bedarf an Pflegekräften in den nächsten Jahren weiter steigen wird, ist eine Fortsetzung des Projekts geplant. „Von der Kooperation profitieren beide Seiten“, resümiert Oliver Riedel. „Wir können freie Stellen zeitgerecht besetzen und die serbischen Pflegekräfte, die in ihrer Heimat mit einer hohen Arbeitslosigkeit konfrontiert sind, erhalten bei uns eine langfristige berufliche Perspektive mit hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten.“  

fn

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