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Siedlungsdruck bereitet Sorgen

Viele Oberfürberger sehen die Stadtteilerweiterung als Risiko - 23.10.2013 16:00 Uhr

Sprecher des Vereins „Rettet Fürberg“ befürchten durch die Verkehrszunahme und den Schwund des Grüngürtels einen Verlust an Wohnqualität. Sie warnen zugleich vor dem finanziellen Risiko für die Stadt. Nach der Insolvenz des ursprünglichen Investors, L&I Consult, entwickelt die Kommune, wie berichtet, das 120000 Quadratmeter große Areal selbst. Knapp 14 Millionen Euro muss Fürth in den nächsten beiden Jahren dafür aufbringen. Im Gegenzug erhofft sich die Stadt satte Einnahmen durch Grundstücksverkäufe.

Baureferent Joachim Krauße räumt ein, dass die Erschließungskosten gestiegen sind, sieht jedoch die Rentabilität des Vorhabens noch nicht in Gefahr. Dass die Kommune auf den Grundstücken sitzen bleibt, befürchtet er ebenfalls nicht. Auch einen Interessenkonflikt der Stadt als Genehmigungsbehörde und Grundbesitzer, vor dem Reinhard Hammerbacher von „Rettet Fürberg“ warnt, kann er nicht erkennen. Dem Vereinswunsch, dass sich die Neubauten in die vorhandene Bebauung einfügen sollen, wird nach Bekunden von OB Thomas Jung und Krauße bei den Beratungen „selbstverständlich“ Rechnung getragen.

„So schonend wie möglich“ wird man bei Eingriffen in den Baumbestand vorgehen, verspricht der Baureferent. Ein Stück der elf Meter hohen Lärmschutzwand im nordöstlichen Eck des Areals soll laut Krauße durch ein dreistöckiges Wohngebäude ersetzt werden. Vereinssprecherin Sibylle Thumm moniert jedoch, dass das Lärmgutachten auf veralteten Messungen beruhe. Inzwischen habe die Geräuschkulisse durch den Verkehr erheblich zugenommen.

 

Volker Dittmar

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