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Tag der offenen Gartentür: Fürth will mitmachen

Ab 2017 beteiligt sich die Kommune - Mehr Urban Gardening - 31.08.2016 11:00 Uhr

Von Helga Balletta (v. re.) lassen sich Landrat Matthias Dießl und OB Thomas Jung den Interkulturellen Garten erläutern.

Von Helga Balletta (v. re.) lassen sich Landrat Matthias Dießl und OB Thomas Jung den Interkulturellen Garten erläutern. © Foto: Edgar Pfrogner


Zwischen 1000 und 1500 Menschen nutzen nach den Worten des Landkreis-Gartenberaters Lars Frenzke alljährlich die Gelegenheit, einen Blick ausgewählte Privatgärten zu werfen, um Anregungen zu sammeln. Heuer hat sich die Ritzmannshoferin Renate Trautwein auf Eigeninitiative beteiligt und ist begeistert. 900 Besucher sahen sich in ihrem naturbelassenen Garten nahe der Landkreisgrenze um.

Die grüne Oase überstand den Ansturm unbeschadet. Ihr Beispiel soll nun Schule machen. Im Interkulturellen Garten an der Uferpromenade erläutern Oberbürgermeister Thomas Jung und Landrat Matthias Dießl, wie die gemeinsame Initiative aussehen soll. Frenzke kann zunächst noch als Berater fungieren, Quartiersmanagement und Grünflächenamt sind zur Organisation gefragt. Wer teilnehmen möchte, kann sich beim Bürgermeisteramt (E-Mail: bmpa@fuerth.de) vormerken lassen.

Während der Landkreis nächstes Jahr den Fokus auf Ammerndorfs Gartenkultur richtet, will Jung einmal mehr den Interkulturellen Garten als grünes Bindeglied von Menschen unterschiedlicher Herkunft herausstellen. Die 12 bis 25 Quadratmeter großen Parzellen werden von Hobbygärtnern aus 23 Nationen gehegt. Entsprechen vielfältig grünt und blüht es.

„Es müssen keine Nobelgärten sein“, beruhigt der OB etwaige Bedenken auf Seiten der Teilnahmswilligen. Jung denkt vielmehr an begrünte Hinterhöfe als Rückzugszonen für Stadtmenschen. Und Dießl, der als Vorsitzender des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege auch eine zweijährige Ausbildung zum Gartenpfleger durchlaufen hat, berichtet: „Immer mehr Mensch bauen wieder selbst Obst und Gemüse an.“

Als Kontaktbörse für Gartenfreunde habe sich der jährliche Aktionstag Ende Juni längst bewährt. So entstünden immer wieder kleine Netzwerke, die mit ihrem Erfahrungsschatz Hilfe in allen Gartenfragen leisten.

In Fürth findet indes das Urban Gardening immer mehr Freunde. Helga Balletta, die Vorsitzende des Interkulturellen Gartenvereins, berichtet vom großen Zulauf, den etwa die öffentlichen Hochbeete des Burgfarrnbacher Frauenmuseums, der Begegnungsstätte Mathilde 17 und im Hof der Volkshochschule bekommen. Kräftige Impulse erhält die Bewegung vom Landwirtschaftsamt in der Jahnstraße. Hier wird beispielhaft präsentiert, wie man auf kleinsten Raum in Kübeln oder mit Hydrokultur effektiv Gärtnern kann. Wer nicht bis nächstes Jahr warten will, um in Fürths Oasen einzutauchen, kann bei den Stadtverführungen am 24. September um 14.30 und 16.30 Uhr das Urban Gardening im Interkulturellen Garten unter die Lupe nehmen.  

Volker Dittmar

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