Bernd Nehrigs kurzfristiger Ausfall wegen einer Erkältung eröffnete Sercan Sararer am vergangenen Samstag die Chance, von Beginn an im Kleeblatt-Trikot aufzulaufen. Der Nachwuchsmann nutzte diese beim 2:1-Sieg bei Union Berlin. „Es war ein schönes Gefühl, als ich meinen Namen auf der Tafel gesehen habe“, berichtet Sararer von dem Moment, als er von seiner Nominierung erfuhr.
Nehrig war zwar mit nach Berlin gereist, fühlte sich aber zu schwach, und so durfte Sararer von Beginn an ran. Gleich in der zweiten Minute hatte er mit einem fulminanten Solo aus der eigenen Hälfte einen Treffer von Christopher Nöthe vorbereitet, auch im weiteren Spielverlauf zeigte er eine gute Vorstellung.
„Sercan hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Er hat das gezeigt, was er drauf hat“, lobte auch Trainer Mike Büskens. Es hat wieder einmal gedauert, bis der 20-Jährige zu seiner Form gefunden hat. Im März hatte er sich eine Verletzung eingefangen, seitdem wartete man darauf, dass das hochveranlagte Talent wieder Anschluss finden würde.
Seit Sararer im Jahr 2000 zur SpVgg gekommen war, war klar, dass er ein äußerst begabter Spieler ist. Doch diverse Verletzungen und Leistungsschwankungen führten bisher dazu, dass das Eigengewächs noch nicht richtig Fuß fassen konnte.
„Bei Sercan gibt es manchmal noch eine Diskrepanz zwischen dem, was er zeigt, und seinen eigentlichen Möglichkeiten“, sagt Mike Büskens, macht im gleichen Atemzug aber darauf aufmerksam, dass der junge Akteur noch längst nicht am Ende seines Reifeprozesses angelangt sein kann: „Wir werden ihm auf jeden Fall die Zeit dazu geben.“
Sararer selbst ist sicher, dass er einen weiteren Schritt nach vorne schon getan hat. „Ich muss den Kopf frei bekommen. Daran arbeite ich mit unserem Psychologen Martin Meichelbeck, wir analysieren meine Stärken und auch meine Schwächen.“ Dass er seit einigen Monaten junger Vater ist, soll zur Stärke beitragen. Mehr Verantwortung im Leben soll mit mehr Verantwortung auf dem Fußballplatz einhergehen.
Sararer hofft nun, dass der bisher gelungene Start mit drei Siegen in den ersten drei Pflichtspielen das Team weiter trägt: „Wir wollen die Euphorie nun mitnehmen. Ich hoffe, dass die Zuschauer das auch honorieren und viele zu den nächsten Spielen kommen.“
Inzwischen stehen auch die genauen Termine der zweiten DFB-Pokalrunde fest. Die SpVgg empfängt am Dienstag, 26. Oktober – und nicht wie irrtümlich gem,eldet 26. März – um 19 Uhr den FC Augsburg.Heute ab 18 Uhr kann man sich in den drei Fürther Filialen des Lebensmitteldiscounters Lidl Autogramme von SpVgg-Profis holen. Die Kicker sind zu Gast, da die SpVgg mit der Firma eine Sonderaktion anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Ronhofs durchführt. Man kann Gutscheine für verbilligte Eintrittskarten erwerben.




Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
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