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Teure Anschaffung: Fürth steigt auf Elektro-Dienstwagen um

Fuhrpark wird nach und nach durch strombetriebene Fahrzeuge aufgerüstet - 02.07.2014 16:57 Uhr

Unter Strom: Die Mitarbeiter des Amts für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz dürfen schon seit April mit zwei neuen Elektrofahrzeugen durch Fürth fahren. Doch das soll erst der Anfang sein.

Unter Strom: Die Mitarbeiter des Amts für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz dürfen schon seit April mit zwei neuen Elektrofahrzeugen durch Fürth fahren. Doch das soll erst der Anfang sein. © Winckler


Sie sind weiß, klein und mucksmäuschenstill: die beiden Elektroautos, mit denen bereits seit April die Mitarbeiter des Amts für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz auf den Straßen der Kleeblattstadt unterwegs sind. Schön, aber gewöhnungsbedürftig sei das Fahren, sagt Amtsleiter Hans-Peter Kürzdörfer, weil es so lautlos vor sich gehe: „Man hört auch beim Anlassen kein Geräusch.“

Für die Stadt ist es der Startschuss für die Umstellung des Fuhrparks auf Elektroautos. Anfang des Jahres hat die wöchentlich mit dem OB tagende Referentenrunde festgelegt, dass bei der Anschaffung von Dienstwagen künftig auf Elektroautos zurückgegriffen werden soll. In der Regel werden neue Dienstwagen gekauft, wenn alte ersetzt werden müssen. Es sei ein „Grundsatzbeschluss“ gewesen, sagt Oberbürgermeister Thomas Jung, allerdings einer, der Ausnahmen vorsieht, wenn „zwingende Gründe“ gegen ein E-Mobil sprechen. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn mit dem Wagen längere Strecken zurückgelegt werden müssen. Dann wolle man Hybridfahrzeuge wählen.

Auch bei großen Nutzfahrzeugen wie Müllautos wartet die Stadt lieber ab. „Die Technik muss ausgereifter werden“, sagt Kürzdörfer. Betroffen sind von der E-Mobilitäts-Offensive zunächst also vor allem kleine Liefer- und Personenwagen.

Mit einer Ladung rollt ein E-Up, für dieses Modell von VW hat sich die Stadt entschieden, rund 160 Kilometer weit. Aufgeladen werden können die Autos an einer neuen Ladestation beim Ämtergebäude Süd, mit Strom aus erneuerbaren Energien von der infra. Der Neupreis der Fahrzeuge beträgt 29 000 Euro, die Stadt hat die Autos allerdings geleast. In der Anschaffung seien die Elektromobile teurer als ihre benzinbetriebenen Vorgänger, gibt Rathauschef Thomas Jung zu: „Aber im Unterhalt sind sie günstiger.“

Der Fuhrpark der Stadtverwaltung umfasst momentan 224 Fahrzeuge von der Kehrmaschine bis zum Traktor, Eigenbetriebe wie die infra nicht eingerechnet. 2013 mussten zwölf Fahrzeuge ausgetauscht werden, darunter allerdings auch solche, für die eine elektronische Alternative noch nicht in Frage kommt. Bis alle Autos der Stadt geräuschlos über Fürths Straßen rollen, kann es also noch dauern. 

Alexander Pfaehler

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