Sonntag, 18.11.2018

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Top-Adressen: Salon Frontlook und Schuhmacher Roth

Friseurladen aus Stein und orthopädischer Betrieb aus Unterasbach prämiert - 08.04.2018 21:00 Uhr

Groß war die Freude des Teams um Heike Breiter und Horst Schmidt (vorne von rechts) vom Steiner Friseurgeschäft „Frontlook“, das zu einem von fünf „Top-Salons des Jahres“ in Deutschland gekürt wurde. © Foto: Top Hair


Der Friseursalon Frontlook in Stein zählt laut Fachmagazin Top Hair International zu den Besten in Deutschland. Auf der branchengrößten Fachmesse "Top Hair" in Düsseldorf kamen die Inhaber Heike Breiter und Horst Schmidt auf den ersten Platz in der Disziplin "Best Practice" (Beste Praxis) und dürfen sich nun "Top-Salon des Jahres" nennen. Diese Auszeichnung wird seit über zwanzig Jahren verliehen. Es gibt sie in fünf Kategorien, zu denen etwa auch ein "Marketing" und ein "Design Award" gehören.

"Für die Bewerbung haben wir auf 110 Seiten alles rund um unseren Salon in Wort und Bild dokumentiert", berichtet Geschäftsführerin Heike Breiter. Rund 200 Bewerber habe es diesmal gegeben. "Wir haben dann erfahren, dass wir es unter die 15 Nominierten geschafft haben", so Geschäftsführer Horst Schmidt. Anonyme Testkunden vom sogenannten Mystery Check-Unternehmen International Service Check aus München nahmen die Nominierten anschließend unter die Lupe.

Zur Preisverleihung reisten die beiden gleich mit allen Beschäftigten nach Düsseldorf. "Das war klar, denn ohne das das Team wären wir nie so erfolgreich", betont Schmidt. Bei der Ankündigung der Preisträger habe sich das Frontlook-Team nach und nach einen Reim darauf machen können, dass man es nach ganz vorn geschafft hat.

In Weiterbildung investiert

Der Salon wurde für seine Tradition und den dauerhaften Erfolg in seinen 25 Betriebsjahren ausgezeichnet, wie es in der Laudatio heißt. Im Vorfeld ihrer Bewerbung hätten sie nicht mit einem derartigen Erfolg gerechnet, sagen die beiden Inhaber. "Eine beeindruckende Leistung, die zeigt, dass die Geschäftsführer Qualität ganz groß schreiben und stetig in Weiterbildungen des Teams investieren", freut sich auch Steins Bürgermeister Kurt Krömer.

Ein herausragendes Schuhorthopädie-Geschäft führen laut Innung Sohn Martin (li.) und Vater Heinz Roth in Unterasbach. © Foto: Thomas Scherer


Top-Produkte für die Füße verspricht indes die Firma Heinz Roth aus Unterasbach, die die bayerische Innung für Orthopädie-Schuhtechnik nun zum Vorzeigebetrieb gekürt hat. Ein guter Schuh ist bekanntlich ein Fundament, auf dem es sich sicher durchs Leben gehen lässt. Bereits seit 1959 beherzigt der mittelfränkische Familienbetrieb diesen Leitspruch unbekannter Herkunft. Inzwischen kümmert sich dort der 29 Jahre alte Martin Roth bereits in der dritten Generation um viel Wohl und wenig Wehe der Füße.

"Viele Menschen wissen nicht, dass sich mit den falschen Schuhen und ohne fachgerechte Versorgung auf Dauer ungeahnte Probleme im gesamten Halteapparat auftun", erklärt Schuhorthopädie-Meister Heinz Roth, der das anfangs in Nürnberg beheimatete Geschäft seit 1989 in der Steiner Straße in Unterasbach führt und dabei auf Sohn Martin zurückgreifen kann.

Mit Liebe zum Beruf

"Das Schöne an unserem Beruf ist nicht nur die Vielfalt, sondern das wunderbare Gefühl, wenn ein Kunde mit den neuen Einlagen endlich von seinen Schmerzen befreit ist", sagt Martin Roth. Bereits als kleiner Junge hat er dem Vater in der Werkstatt über die Schulter geschaut, heute besitzt er ebenfalls den Meisterbrief nebst jeder Menge Zusatzqualifikationen. Umfangreiches Wissen, individuelle Beratung und eine große Portion Liebe zum Job habe ihnen die durch die Innung verliehene Siegerurkunde mit dem Slogan "Fit für die Zukunft" bescheinigt, sagen die beiden Experten.

Anfang dieses Jahres, wann genau weiß keiner im 17-köpfigen Team, kam ein auswärtiger Prüfer nach Unterasbach, um sich dort eingehend beraten zu lassen. Zusätzlich galt es, zu einem späteren Zeitpunkt einen mehrseitigen Fragenkatalog zu beantworten.

Wie die Roths bei der offiziellen Preisverleihung in München nun erfuhren, lag das Augenmerk der Tester nicht nur auf der äußeren Erscheinung und dem schlüssigen Konzept des Geschäfts, sondern auch auf dem Wissen der Beschäftigten und ihrem Willen, Lösungen für das zu bearbeitende Fußproblem zu finden.

"Wir versuchen immer, das Optimum für unsere Kunden zu bieten", beteuert Heinz Roth. Nicht einmal ein Unfall kann ihn da bremsen: Kürzlich fräste ihm die frisch angeschaffte orthopädische Schleifmaschine ein Stück Haut aus dem Finger, weil sie eine für den 60-Jährigen noch ungeahnte Kraft entwickelte. Das Paar Schuhe konnte trotzdem pünktlich an den Kunden ausgeliefert werden.

Bei Roth ist die gesamte Palette von Schuhkäufern vertreten. "Manch einer hat noch nie mehr als 60 Euro für ein paar Schuhe ausgegeben und wundert sich über Fußprobleme", weiß Heinz Roth. Ein anderer schwöre auf Maßschuhe aus unverwüstlichem und äußerst anschmiegsamem Pferdeleder; bei deren Herstellung sind Dutzende von Arbeitsschritten nötig, was entsteht, ist ein über Jahrzehnte haltbares, nach allen Regeln der Schuhmacherkunst gefertigtes Unikat.

Vorsicht vor hohen Hacken

Für Vater und Sohn ist es unabdingbar, dass Menschen ihre Füße und damit zwangsläufig auch ihre Schuhe stets gut behandeln: Täglich sollten die Schuhe und etwaige Einlagen gewechselt werden, damit die gespeicherte Feuchtigkeit daraus entweichen kann. Lange Fußnägel sind ebenso Gift für gesundes Gehen wie die falschen Socken und das ständige Tragen von hohen Hacken, betonen die Experten.

Für Fans von Letzteren haben die Roths eine nur wenige Millimeter dicke Einlage konstruiert, die alle entscheidenden Bereiche des Fußes stützen und zudem Halt geben soll. Auch für die gerade im Sommer bei Damen beliebten Ballerinas, nahezu ohne Absatz und Fußbett, hat die Werkstatt in Unterasbach eine Lösung ausgetüftelt. "Zu unseren Kunden zählen außerdem Sportler aus vielen Disziplinen", verrät Martin Roth. 

fn/ts

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