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Traktor ohne Fahrer

Maschinenringe setzen gemeinsam auf Vollautomatik - 04.09.2013 13:00 Uhr

Nur beim Wenden auf dem Acker wird dieser Schlepper noch von Menschenhand bedient, ansonsten hört er auf die Anweisungen per Funk.

Nur beim Wenden auf dem Acker wird dieser Schlepper noch von Menschenhand bedient, ansonsten hört er auf die Anweisungen per Funk. © hvd


„So, gleich fahren wir automatisch“, kündigt Holger Stütz an, tippt schnell ein paar Daten in den bunten Touchscreen, der neben dem Lenkrad seines „Fendt“-Schleppers befestigt ist. Schnurgerade zieht die Hunderte von PS starke Riesenmaschine ihre Bahn, ohne dass Holger Stütz auch nur einmal eingreifen müsste. Erst die Wende am Ende des Feldes fährt der Mitarbeiter der Firma „geo-konzept“ wieder selbst. „Theoretisch könnte man das auch noch automatisieren, aber das ist an sich überflüssig“, so Stütz.

Bei dem Projekt, das der Maschinen- und Betriebshilfsring Regnitz-Franken zusammen mit den Nachbarvereinen — den Maschinenringen Fürth, Roth, Nürnberger Land, Franken Mitte und Weißenburg-Gunzenhausen — ins Leben gerufen hat, geht es um die effiziente Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, aber auch um Pflanzen- und Gebietsschutz.

Für das Gemeinschaftsprojekt „RTK-Netz“ wurde eigens der „Maschinenring Verbund Mittelfranken“ ins Leben gerufen, eine GmbH, die sich um die Aufstellung der Basisstationen beziehungsweise Sendemasten kümmert. Angesichts einer Abdeckung von rund 30 Kilometern Radius können auch die Nachbarn von dem System profitieren, wobei zu den Rändern des Sendegebiets — die Antenne der Pilotanlage steht auf einem Dach bei „Saatzucht Breun“, der Sämereibetrieb hat zum Start gleich vier Schlepper auf Automatik umgerüstet — die Präzision aufgrund der sinkenden Signalstärke etwas leidet. Bei der Vorführung war das Interesse dennoch groß, denn weil das System jeden unnötigen Fahr-Zentimeter vermeidet, spart es eine Menge Geld. 

Hans von Draminski

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