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Treffpunkt im Gewölbe

Die Fürther Mietbar Matilde hat in der Mathildenstraße eröffnet - 07.02.2016 16:00 Uhr

Claudia Böschel im Gewölbekeller unter der Fürther Tafel. Sie möchte aus der ehemaligen Kneipenadresse eine Begegnungsstätte machen. © Foto: Hans-Joachim Winckler


"Wir haben nicht lange suchen müssen", berichtet Claudia Böschel, die den Gewölbekeller in der Mathildenstraße 38 gemeinsam mit ihrem Mann Ralf erworben hat. Ein paar Klicks im Internet und schon stießen die beiden auf das seit längerem leerstehende Objekt. Obwohl es deutlich größer war als das, was sie ursprünglich wollten, haben die Böschels sich bald darin verliebt.

Der Kauf ging im Oktober über die Bühne, die Eröffnung wurde Mitte Januar gefeiert. Größere Renovierungen seien nicht notwendig gewesen. "Nur die Nebenräume waren etwas feucht und mussten entsprechend getrocknet werden", erzählt die 41-Jährige, die als Dozentin unter anderem für die Fürther Volkshochschule tätig ist. Bildungsträger und Unternehmen, die Räume für Kurse und Seminare suchen, sind auch eine Zielgruppe der "Matilde".

Drei Veranstaltungsräume bieten Platz für 15, 20 und 30 Seminarteilnehmer. Ausgestattet sind sie mit der dafür heute angemessenen Technik wie Beamer, Leinwand, Moderationskoffer oder WLAN. Auch für Theater, Lesungen oder Ausstellungen eignet sich das spezielle Ambiente. Kernstück des insgesamt 220 Quadratmeter Kellergewölbes ist aber die Bar. Und die hat sich gegenüber früher kaum verändert. Das hat Claudia Böschel - sie kam vor zwölf Jahren mit ihrem Mann nach Fürth - von vielen Bekannten gehört. "Einige haben uns ganz begeistert erzählt, dass sie dort viel Zeit in ihrer Jugend verbracht haben", berichtet sie.

Was fehlte - Tische, Stühle, DJ-Pult - haben die Böschels neu erworben. So bietet "" nun Platz für Feierlichkeiten aller Art. Von der gediegenen Familien- oder Firmenfeier mit Tafeln für bis zu 80 Personen bis zur ausgelassenen Party.

Dass sich die Investition rechnen soll, versteht sich von selbst. Trotzdem möchten die Böschels aus der Matilde auch einen Ort der nichtkommerziellen Begegnung und des Dialogs machen. Interkulturelle oder gemeinnützige Veranstaltungen seien hier willkommen. Das läuft auf eine Art von Sponsoring durch die neuen Eigentümer hinaus.

Erste Kontakte, etwa zum Integrationsbüro, gibt es bereits. "Ich kann mir gut vorstellen, dass die Räume für Sitzungen oder Chorproben genutzt werden", so Böschel. Wenige Wochen nach dem offiziellen Start läuft die Nachfrage nach den Räumen der Mietbar jedenfalls schon gut an. "Und das, obwohl wir außer auf unserer Homepage noch gar keine Werbung gemacht haben."

  

Armin Leberzammer

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