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Umfrage: Fürther wollen "Sportpark Ronhof" zurück

FN-Umfrage: 63 Prozent der Fans fordern den alten Stadionnamen - 17.01.2014 13:00 Uhr

Die Fürther Fans werden auch in Zukunft auf kreative Art an den alten Namen Sportpark Ronhof erinnern. © Johannes Heuckeroth


Von 1583 Teilnehmern haben 994 die Forderung der Sportfreunde Ronhof angeklickt, dass das Stadion wieder seinen alten Namen tragen solle. Die anderen 37 Prozent (589) sind der Meinung, „es soll nach dem Sponsor benannt sein, die SpVgg kann auf das Geld nicht verzichten“.

Das zeigt, dass das Engagement des Fanzusammenschlusses der Sportfreunde auf große Sympathien stößt. Für Otto Hofmann, Dieter Wirth und Matze Schreppel ist es eine Bestätigung ihrer Arbeit. Sie engagieren sich seit längerem im fanclubübergreifenden„Arbeitskreis Stadion“ und waren von der Meldung, dass der Süßwarenhersteller Trolli im kommenden Sommer sein Engagement beenden werde, überrascht worden. „Unser Engagement für die Sportfreunde ist sehr zeitaufwendig“, erklärt Otto Hofmann, „da ist es für uns schwierig, kurzfristig etwas auf die Beine zu stellen, wenn der Verein bereits auf die Suche nach einem neuen Sponsor geht.“

Ihr erstes Ziel, den alten Namen im Gespräch zu halten, haben sie bereits erreicht. „Umso mehr von unserer Idee gehört haben, umso leichter ist sie einem neuen Sponsor auch zu vermitteln“, hofft Matze Schreppel. An den Aussagen in der Broschüre der Initiative „Für immer Sportpark Ronhof“, die inzwischen von über 1370 Personen und Gruppe unterstützt wird, halten die drei nach wie vor fest. Auch wenn sie dem Geschäftsführer der Fußball-GmbH, Holger Schwiewagner, in einem Treffen versprachen, „dem Verein nicht in die Suppe zu spucken“ (Schreppel). Potentielle Sponsoring-Interessenten sollten nicht von einer aufgeheizten Anti-Stimmung abgeschreckt werden, wie dies in anderen Bundesligastädten teilweise der Fall ist.

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In der Broschüre der Sportfreunde hat der Arbeitskreis Vorschläge ausgearbeitet, wie ein Stadionsponsoring aussehen könnte, ohne dass der Name der Sportstätte in XY-Arena umbenannt wird. Stattdessen glauben sie, dass ein Unternehmen einen positiven Werbeeffekt erzielen könnte, wenn es bewusst auf die Nennung seines Namens in der bisher üblichen Weise verzichten würde.

Dieter Wirth erklärt: „Wir waren einer der ersten Vereine im deutschen Profifußball, der seinen Stadionnamen verkauft hat. Jetzt können wir wieder Vorreiter sein, wenn wir einer der ersten wären, bei denen wieder der alte Name eingeführt würde.“ Der Wunsch ist nun, dass der Verein und der neue Sponsor die Sportfreunde mit an den Tisch holen, wenn es in die Verhandlungen geht. „Vielleicht finden wir ja einen Weg, an den bisher noch niemand gedacht hat“, glaubt Hofmann. Mit der Situation in Nürnberg sei der Weg der Fürther Anhänger nach Meinung der drei nicht zu vergleichen. Dort fordern die Ultras seit längerem das „Max-Morlock-Stadion“. „Die haben ein städtisches Stadion, da entscheidet die Politik mit“, meint Otto Hofmann. Außerdem unterscheide sich die Fürther Fanszene auch dadurch, „dass wir nie nur etwas gefordert, sondern immer auch Alternativen aufgezeigt haben“, so Schreppel. Das sei auch der Gründungszweck der Sportfreunde gewesen, erinnert Wirth: „Die Frage war immer: Was kann ich für den Verein machen?“ Gerade deshalb werden sie auch in den restlichen 15 Saisonspielen und darüber hinaus „Für immer Sportpark Ronhof“ fordern.
  

Martin Schano

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